50 IT-Anbieter unterstützen Mesosphere-Initiative

DC/OS: ein offenes Betriebssystem für RZs

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Bild: Mesosphere)

Es ist eine Betaversion, aber eine, auf die viele gespannt gewartet haben: DC/OS, entwickelt aus Apache Mesos, soll quer über eine breite Hardware-Infrastruktur Container und verteilte Anwendungen eine Basis sein, als handle es sich um einen Mainframe.

Mehr als 50 Partner stehen hinter der DC/OS-Initiative der Firma Mesosphere: Darunter sind Accenture, Canonical, Cisco, Dynatrace, EMC, Hewlett-Packard Enterprise, Intel, Microsoft, Mirantis und NetApp. Sie unterstützen ein Startup-Unternehmen, dessen Namen sich vom Apache-Projekt Mesos ableitet, dabei, diese Technologie allgemein nutzbar und als Open Source verfügbar zu machen. Das Ergebnis, DC/OS, ist jetzt als Beta-Version (1.7) veröffentlicht worden, im dritten Quartal dieses Jahres soll das System offiziell freigegeben werden.

Eine Weiterentwicklung von Apache Mesos

DC/OS, ausgeschrieben Datacenter Operating System, baut auf dem Linux-basierenden Kernel von Mesos auf. Seine Mesos-Agenten verwalten und abstrahieren die Ressourcen CPUs, Hauptspeicher, Speicher und Ports. Scheduler sorgen für Regeln zu deren Gebrauch. So genannte Frameworks führen über Schnittstellen die eigentlichen Workloads wie Docker-Container oder Hadoop gleichzeitig durch. Die sehr heterogene Hardwarestruktur eines Rechenzentrums wirkt so wie eine einzige Maschine, wie ein Mainframe.

Das macht es Entwicklern leicht, denn sie müssen sich nicht um spezifische Eigenarten der Umgebung kümmern, sondern können sich auf die Funktionen konzentrieren. Dabei ist die Plattform darauf ausgelegt, Container zu betreiben. DC/OS bietet eine Benutzeroberfläche, um ähnlich wie in Appstores komplexe verteilte Systeme wie HDFS oder die Apache-Ableger Spark, Kafka und Cassandra per „single click“ zu installieren. Dafür gibt es mehr als 30 Komponenten.

Der Kern ist praxiserprobt

Eine ganze Reihe Anwender, deren Systeme auf große verteilte Umgebungen zugreifen, arbeiten bereits mit der „Muttersoftware“ Mesos. Dazu gehören Apple (mit Siri), AirBnB, AutoDesk, Bloomberg, eBay, Samsung, Twitter, Uber und Verizon. Mesos-Entwickler haben Mesosphere gegründet und die Software weiter vorangetrieben. Das Unternehmen hat mehr als 125 Millionen Dollar Risikokapital an Land gezogen.

„DC/OS ist der logische nächste Schritt für Apache Mesos“, erklärt Benjamin Hindman, der schon bei Mesos dabei war, Mitbegründer von Mesosphere wurde und dort heute Chief Architect ist. Mesosphere hat dem Ursprung außer einer Benutzeroberfläche unter anderem diverse Komponenten hinzugefügt und betreibt zwei Appstores auf Github, den Multiverse-Store für jedermanns Entwicklungen und den Universe-Store für zertifizierte.

Mit Open-Source-Versprechen

Das Unternehmen verspricht, DC/OS (samt dem zugehörigen Warenzeichen) als Open Source verfügbar zu halten. Hindman: „Indem wir DC/OS frei verfügbar machen, bekommen Unternehmen aller Größe Zugang zur gleichen Anwendungsarchitektur und den Techniken, die bisher Firmen wie Apple, Twitter, Google und Facebook vorbehalten waren.“ Organisationen und Einzelpersonen sind eingeladen, der DC/OS-Community unter https://dcos.io beizutreten

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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