All in One bei Datenbank-Management-Systemen

DBMS à la Open Source mischen den Markt auf

| Autor / Redakteur: Sascha Scholing* / Ulrike Ostler

Was sollten Datenbank-Management-Systeme heute können? Und morgen? Sind sie überhaupt noch zukunftsfähig?
Was sollten Datenbank-Management-Systeme heute können? Und morgen? Sind sie überhaupt noch zukunftsfähig? (Bild: © denisismagilov - Fotolia)

Die Analyse von Gartner zeigt es auf – im Markt für Datenbank-Management-Systeme (DBMS) deutet sich ein rasanter Wandel an. Open-Source-Technik spielt eine Führungsrolle.

Gleich zwei Unternehmen, deren Produkte auf Open Source-Technologie basieren, wurden von den Gartner Analysten im aktuellen Überblick zum DBMS-Markt, „2014 Gartner Magic Quadrant für operative Datenbank-Management-Systeme“, erstmals im Führungsquadranten (‚Leaders Quadrant‘) positioniert: EnterpriseDB (EDB), 2013 noch als „Challenger" eingestuft, und MariaDB. Dies ist insofern bemerkenswert, da sich dieser Wandel in einem Umfeld vollzieht, das bis vor kurzem noch als ausgereifter Markt galt. Ein Blick auf die Hintergründe dieses Marktwandels und darauf, welche Trends Unternehmen beim Einsatz von DBMS künftig erwartet, verspricht daher interessante Einsichten.

Bestandsaufnahme: DBMS im Gezeitenwandel

In den vergangenen Jahren teilte sich der DBMS-Markt in zwei Parteien auf: Auf der einen Seite die „Großen Vier“ als dominierende Markmacht – Oracle, Microsoft, SAP und IBM – mit traditionellem proprietären Großangebot, und auf der anderen Seite eine wachsende Zahl kleiner, neuer Anbieter, die mit innovativen Lösungen die steigende Nachfrage nach speziellen Anwendungen, durch neue geschäftliche Rahmenbedingungen wie verstärkte Nutzung und immer besserer Verfügbarkeit des Internets entstanden, erfüllten. In letzter Zeit wurde der Abstand zwischen diesen beiden Fraktionen langsam aber sicher immer kleiner – eine Tatsache, die 2013 auch Gartner konstatierte.

Sascha Scholing ist beim Datenbankspezialisten EnterpriseDB (EDB).
Sascha Scholing ist beim Datenbankspezialisten EnterpriseDB (EDB). (Bild: EnterpriseDB)

Mit zunehmender Bedeutung und Menge sowohl strukturierter als auch unstrukturierter Daten sowie dem Aufkommen völlig neuer Datentypen, etwa durch das Internet der Dinge, wurde für Unternehmen entscheidender, ihre Datenbanken möglichst flexibel und effizient verwalten zu können, ohne gleichzeitig Datenverluste, Sicherheitsverletzungen oder Compliance-Verstöße zu riskieren. Diese steigenden Anforderungen an die Performance von Datenbanken führten auf der anderen Seite auch zu kontinuierlich steigenden Kosten für die Instandhaltung der Infrastruktur und Service-Upgrades.

Diese Entwicklung blockierte einen Großteil der bereits unter Druck stehenden IT-Budgets, so dass für echte Innovation nur noch wenig bis gar keine Ressourcen mehr übrig blieben. Beim Erreichen der kritischen Masse dieses Dilemmas wurde es für Unternehmen zunehmend unumgänglich, sich nach Alternativen umzuschauen, die das gleiche Maß an Service wie traditionelle Anbieter, aber zu einem Bruchteil der Kosten bereitstellten. Aufgrund dieser Marktnachfrage entwickelten sich neue Datenbank-Typen, die mit flexibler, weiterentwickelter Open Source-Technologie arbeiteten und Features für Sicherheit, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit integrierten, um Compliance-Vorschriften von Unternehmen jeder Größe erfüllen zu können.

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