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Kroll hilft mit Power Control gegen logische Sharepoint-Fehler

Datenrettung bei Sharepoint-Servern ist nicht schwer

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Letzte Rettungsstation Labor

Erst bei schwerwiegenderen Problemen wie Hardwarefehlern oder auch schweren Beschädigungen der Datenbank hilft eine Datenrettungssoftware nicht mehr. Dann spielen sich hier die üblichen Mechanismen ab wie bei anderen Datenrettungen.

Bei physikalischen Beschädigungen wird zuerst das Medium repariert, einmal zum Laufen gebracht und dann ein letztes Image erstellt. Anhand des Images erfolgt hier die Wiederherstellung. Auch die Experten im Labor suchen natürlich nach dem .mft-File des Datenträgers, um von da aus die .mdf-, .ndf- und .ldf-Dateien abzurufen.

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Bei schwerwiegenden logischen Beschädigungen etwa durch einen Controller-Fehler bei einem durch RAID gesicherten Sharepoint-Server kann in der Folge nach gelöschten Reihen und Spalten der Datenbank gesucht werden: Also nach Objekten und ihren Metadaten.

Teilrettungen

Ein anderes Problem sind abgeschnittene Dateien. Solche „truncated files“ kommen zustande, wenn die in der Master File Table (MFT) des Microsoft-NTFS-Dateisystems der Datenträger die eingetragene abgespeicherte Größe kleiner ist als die tatsächliche Größe der Datenbank.

Dies geschieht zum Beispiel durch unvollständiges Abspeichern, unkorrektes Beenden einer Sharepoint-SQL-Sitzung oder durch einen Systemabsturz. Die Daten existieren dann für die MFT nicht mehr.

Wenn Datensätze abgeschnitten sind, auf die die .mdf eigentlich zwingend über Querbezüge bei der Auswertung verweist, entstehen Inkonsistenzen – die Datenbank steht nicht zur Verfügung.

Extremfall einer solchen abgeschnittenen Datei sind Zerobyte-Dateien, bei denen die Größe der Datenbank auf Null gesetzt ist. Wer über „Strg + A“ komplette Inhalte aus einem File löscht, kann durchaus noch damit rechnen, dass diese gelöschten Informationen sich auf dem Speichermedium finden.

Proberettungsversuche

Die ökonomischen Vorteile von Softwarelösungen sprechen dafür, diesen Tools eine Chance zu geben. Zumindest dann, wenn keine Hinweise auf einen Hardware-Schaden existieren.

Wer einen Head-Crash auf seinem Sharepoint-Server vermutet, muss auf jeden Fall in das Datenrettungslabor gehen, um nicht weitere unkorrigierbare physikalische Beschädigungen von Daten zu riskieren.

Ansonsten spricht aber nichts gegen den versuchsweisen Einsatz einer solchen Software. Denn eine gute Software versucht nur durch Abrufung der Dateien, die Datenbank wieder neu aufzubauen. Gelingt ihr das nicht, sind dann keine weiteren Informationen zerstört und der Weg ins Labor bleibt offen.

Ein weiterer Vorteil einer solchen Lösung ist die Möglichkeit, sie auch als Tool zur Migration einzusetzen. Je mehr Teams Sharepoint nutzen, um Daten zu speichern, zu verwalten und bereitzustellen, desto umfangreicher werden die Datenmengen.

Diese müssen immer häufiger neu organisiert werden. Ein Tool, welches Bibliotheken ohne großen Aufwand direkt aus einem System zum Beispiel auf einen größeren Server migrieren kann, erschließt neue Möglichkeiten.

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