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Datenrettung bei Sharepoint-Servern ist nicht schwer

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Die Datenbank-Rekonstruktion ist zeitaufwändig und beeinträchtigt den Zugriff auf den Server. Um dies zu vermeiden, kann man im zweiten Fall einen weiteren SQL-Server permanent bereithalten, der als Recovery-Server dient.

Dieser muss immer zur Verfügung stehen, was Kosten verursacht. Zusätzliches Einrichtungsproblem: Der Server muss absolut identisch eingerichtet sein wie der Produktionsserver. Richtet man einen Recovery-Server also aus Kostengründen erst im Notfall ein, kann dies mindestens ein bis zwei Tage dauern.

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In vielen Fällen ist eine dritte Möglichkeit die einfachste: Für schnelle und punktuelle Recovery-Zugriffe eignet sich der so genannten Extract Wizard, der direkt auf die Elemente der SQL-Datenbank zuzugreifen kann.

Mit Agenten die Datenbankstruktur verstehen

Ein Blick auf den grundsätzlichen Aufbau illustriert die Funktionsweise eines solchen Agenten. Daten von MS Sharepoint lagern auf einem eigenen Server. Gespeichert sind sie als Microsoft Windows SQL-Datenbank. Bei der Wiederherstellung muss daher auf diese Datenbankstruktur zurückgegriffen werden.

Jeder SQL-Server besteht aus einer zentralen Master-Datei. Diese Master.mdf enthält alle Informationen der Einzeldateien. Dazu gehören die Speicherorte der primären Datendateien aller MS SQL Server-Datenbanken, also auch einer Sharepoint-Datenbank.

Die einzelnen Datenbanken bestehen ihrerseits aus einer primären Verzeichnisdatei, die wie ein Inhaltsverzeichnis die Struktur und die Art der Objekte verwaltet. Objekte sind zum Beispiel bei Sharepoint die einzelnen Dokumente die durch die Metadaten (z.B. Verfasser oder Erstellungsdatum) definiert werden oder auch ganze Sites.

Die primäre .mdf-Datendatei verweist auf eventuell verknüpfte sekundäre .ndf-Dateien. Alle Informationen finden sich auf dem Server verteilt in den sogenannten „Pages“ von acht KByte Länge. Acht solcher Pages werden zu einem Block zusammen gefasst.

Differenzieren tut not

In einem Block können Daten verschiedener Objekte gespeichert sein. Entscheidend ist hier der erste Block einer Datendatei. Denn er enthält mit dem File Header eine Kennnummer der Datei sowie die Anfangs- und Maximalgröße einer Datenbank und verwaltet die einzelnen Pages eines Objekts.

Ein Wizard einer Recovery-Software greift beim Neuaufbau der SQL-Daten auf diese Inhaltsverzeichnisse zurück und sucht so in den einzelnen Speicherorten nach den einzelnen Pages.

Zusätzlich gehen die Tools auch den Verweisen auf die Transaktionsprotokolldateien (.ldf) des MS SQL-Servers nach. In diesen Protokollen finden sich alle Informationen zur Wiederherstellung der stattgefundenen Tranksaktionen – also zu Änderungen von Datensätzen, Auswertungen und Neu-Verknüpfungen.

weiter mit: Keine Wiederherstellung ohne LDF

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