Powershell-Tipps: Wie Admin Netzwerk-Switches verwaltet und Software-Pakete erstellt Das Wichtigste zur Powershell 5.0 – OneGet-Framework und mehr

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Microsoft stellt den Nachfolger der aktuellen „Powershell 4.0“ für „Windows 8.1“ und „Windows Server 2012 R2“ als Preview bereit. Die Version 5.0 der Kommandozeilenoberfläche bietet Neuerungen, mit denen Administratoren und Anwender wesentlich effizienter arbeiten können. Handbuchautor Thomas Joos zeigt die wichtigsten auf.

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Was gibt es Neues in Version 5.0 der Powershell?
Was gibt es Neues in Version 5.0 der Powershell?
(Bild: Microsoft)

Wer sich bereits jetzt einen Überblick über die Möglichkeiten von Powershell 5.0 machen will, lädt sich das „Windows Management Framework 5 Preview“ (WMF) herunter. In diesem Paket ist auch die Powershell 5.0 enthalten. Die Preview-Version ist kompatibel mit Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 Pro/Enterprise.

Die Installation wird über eine MSU-Datei durchgeführt, die sich einfach mit einem Doppelklick aufrufen lässt. Auf produktiven Servern sollte die Preview-Version nicht installiert werden.

Für die Installation und den Betrieb von WMF 5.0 wird auch das „Microsoft .NET Framework 4.5“ benötigt. In der Readme-Datei des Downloads sind Anweisungen zu finden, wie sich die Powershell 5.0 wieder de-installieren lässt.

Die Version integriert neue Funktionen und verbessert maßgeblich die mit der Powershell 4.0 eingeführte Technologie „Desired State Configuration“ (DSC). Mit dieser lassen sich in der Powershell Sicherheitsvorlagen für Arbeitsstationen und Server erstellen sowie umsetzen. Hauptsächlich bessert die 5er Version einige Fehler in DSC aus. Zudem kann sie deutlich mehr Ressourcen verwalten.

OneGet Framework und Linux-Kompatibilität

Die wichtigste Neuerung in der Powershell 5.0 ist das „OneGet-Framework“. Dabei handelt es sich um ein Paket-Management-Tool zur Installation von Software. Mit diesem können Administratoren Software auf Rechnern als Paket installieren oder de-installieren. Durch diese Automatisierungsfunktion spielt die Powershell jetzt auch eine wichtige Rolle wenn es um das Rollout von Rechnern und Software im Unternehmen geht.

Die Technik ist bisher vor allem im Unix/Linux-Bereich bekannt. Interessant ist somit, dass das Microsoft OneGet-Framework kompatibel mit den Softwarepaketen von „NuGet“ ist. Diese OpenSource-Sammlung bietet aktuell fast 2.000 Softwarepakete, die nun alle kompatibel mit der Powershell 5.0 sind. Das heißt: Schon bei der Veröffentlichung der Powershell kann die neue Version Tausende Anwendungen automatisiert im Netzwerk bereitstellen.

Der Schlüssel zu Tausenden neuer Anwendungen

Wer die Preview-Version der Powershell 5.0 installiert hat, kann das Module für OneGet mit dem Befehl Import-Module -Name OneGet importieren und die Befehle anzeigen lassen, und zwar mit

Get-Command -Module OneGet

Mit der Powershell 5.0 können Administratoren jetzt auch Softwarepakete erstellen, verwalten und auf Rechner verteilen -- wie mit Unix und Linux.
Mit der Powershell 5.0 können Administratoren jetzt auch Softwarepakete erstellen, verwalten und auf Rechner verteilen -- wie mit Unix und Linux.
(Bild: Thomas Joos)
Sollen Pakete angezeigt werden, die mit OneGet installiert werden können, verwenden Administratoren das CMDlet Find-Package | Out-Gridview. Um ein Paket zu Testzwecken auf einem Rechner zu installieren, wird folgender Befehl verwendet:

Find-Package | Out-GridView -Title "<Paket das installiert werden soll" -PassThru | Install-Package –Force

Mit OneGet können Administratoren verschiedene Pakete installieren und eine Übersicht anzeigen lassen.
Mit OneGet können Administratoren verschiedene Pakete installieren und eine Übersicht anzeigen lassen.
(Bild: Thomas Joos)
OneGet kann auch „Chocolatey“-Repositories (http://chocolatey.org) installieren und durchsuchen. So stellt One get bereits in der Preview-Version ein mächtiges Werkzeug dar.

Data Center Abstraction

Data Center Abstraction (DAL) bietet eine Remote-Verwaltung von Rechenzentren und kompatiblen Netzwerkkomponenten. Dazu müssen die Netzwerkkomponenten von Microsoft zertifiziert sein. Zu diesen gehören Produkte von Cisco und Huawei.

Setzen Unternehmen kompatible Geräte ein, lassen sich diese in der Powershell mit speziellen CMDlets verwalten. Microsoft geht in der Wissensplattform „TechNet“ (http://technet.microsoft.com/en-us/cloud/dal.aspx) näher auf die Funktionen und Möglichkeiten von kompatiblen Geräten ein. Beispiele für die Skriptsteuerung von kompatiblen Geräten finden Administratoren unter MSDN.

Nützlich dürfte in diesem Bereich auch die Möglichkeit sein, die zertifizierten Geräte über „System Center Virtual Machine Manager 2012 R2“ verwalten zu können. Die Powershell 5.0 bietet dazu eine Layer 2-Verwaltung für Netzwerk-Switches an. Das Modul laden Administratoren mit:

import-module .\NetworkSwitch.psd1

die Befehle werden angezeigt mit:

Get-Command *-NetworkSwitch*

Der Autor:

Thomas Joos schreibt Handbücher für Microsoft Press und bloggt aus Datacenter-Insider: Toms Admin-Blog

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