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Server, Storage und Optimierung in einem Gerät adressiert den Mittelstand Das Start-up Simplivity stellt All-in-One-Appliance vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit der Appliance „Omnicube“ adressiert das Startup Simplivity Unternehmen, die keine Rechenzentrums-Infrastruktur – Server, Switches, Storage, Backup und De-Duplikation in Echtzeit – zusammenkaufen wollen: Mittelständler. Ihnen sollte das und die nötigen Technik-Schulungen erspart bleiben, findet Simplivity-CEO Doron Kempel.

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In zwei Höheneinheiten kann die Omnicube-Appliance Server und virtuelle Maschinen, einen Storage-Switch und High-Availability, Backup und Deduplizierung, WAN-Optimierung, Cloud-Gateway, SSD Array und Storage Caching liefern.
In zwei Höheneinheiten kann die Omnicube-Appliance Server und virtuelle Maschinen, einen Storage-Switch und High-Availability, Backup und Deduplizierung, WAN-Optimierung, Cloud-Gateway, SSD Array und Storage Caching liefern.
(Bild: SimpliVity)

Die Appliance Omnicube, die Storage, Server, De-Duplizierung und WAN-Optimierung in zwei Höheneinheiten vereint, bietet Plug-and-Play. Das heißt: Der Konfigurationsaufwand, der notwendig ist, um die Box in Betrieb nehmen zu können, gerät minimal.

„Omnicube wurde dafür designed, dass ein einziger Administrator das System laufen lassen und warten kann“, sagt der Simplivity-CEO Kempel.

Auszug aus dem Omnicube-Datenblatt.
Auszug aus dem Omnicube-Datenblatt.
(Bild: SimpliVity)
Jede einzelne Omicube-Einheit bietet 20 bis 40 Terabyte und 10 CPU-Kerne (siehe: Tabelle). Aus diesen lässt sich jeweils eine Kette aus drei Einheiten bauen. Die Appliance unterstützt zunächst die Virtualisierung mit Hilfe von VMware-Produkten, aber später soll die Zertifikation für Hyper-V dazu kommen.

Es ergibt sich damit ein Pool aus „shared“ Ressourcen. Der Vorteil: „Wenn man beispielsweise über alle Omnicubes replizieren will, braucht man keine IP-Adressen, Controller oder RAIDs. Vielmehr reicht es, dass die Daten oder die virtuellen Maschinen auf eine andere Einheit bewegt werden, egal, wo diese sich befindet“, erläutert Kempel.

Die Hardware-Ausstattung eines Omnicube

Darüber hinaus besitzt Omnicube jeweils eine Accelerator-Karte, mit deren Hilfe acht 3-Terabyte Platten und vier 200 GigabyteSSDs sowie die „Omnistack“-Software auf einen „Cube“ packen lassen. Für die Unternehmen, die sich zudem einer public-clud-Infrastruktur bedienen wollen, bietet der Rechner zudem die Möglichkeit, Omnistack-VM Images in Amazon EC2 zu verwenden.

Die Appliance ist seit vergangenen Montag auf dem Markt. Doch der Simplivity-Chef sowie Analysten glauben offenbar an gute Marktchancen. Das Unternehmen aus Westborough, Massachusetts, wurde 2009 gegründet und verfügt über 18 Millionen Dollar Kapital von Accel Partners sowie Charles River Venture Partners.

Kempel war vormals General Manager bei EMC und gründete die Firma Media Solution Group. Dann gründete er Dlligent Technologies, einen Spezialisten in Sachen De-Duplizierung, der 2008 von IBM gekauft wurde. Außerdem war Kempel berist für israelische Defense Force´s Intelligence Corporation tätig.

HP und Co. behindern sich selbst

Seinen Ausführungen zufolge sähen die großen IT-Provider, wie Cisco, IBM und HP, zwar auch Chancen für gleichartige Rechenzentrums-Appliances aus dem jeweils eigenen Haus. Aber sie hätten zugleich ihre herkömmlichen Produktlinien zu vermarkten. Omnicube hingegen sei von Anfang an für virtualisierte Workloads entworfen

Zu den Analysten, die sich fasziniert über Omnicube äußern, gehört Mark Bowler von der Enterprise Strategy Group. Es gebe auch Vorteile, wenn man noch keine große Installationsbasis aufweisen könne; die großen Jungs pappten alles mit Klebstoff zusammen.

Omnicube aber bedeute Vereinfachung von Grund auf. Er sagt: “Ich mag an der Appliance, dass die Grundlage eine x86-Architektur ist und dass sie ohne großartige Server-Storage-Referenz-Architektur auskommt.“

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