Einblick bis hinunter zu jedem Packet-Flow

Das Rechenzentrum in der Echtzeitanalyse von Cisco

| Redakteur: Ulrike Ostler

"Cisco Tetration Analytics" gewährt durch Analysen in Echtzeit Einnblick in Performance bis hinunter zu jedem Packet-Flow.
"Cisco Tetration Analytics" gewährt durch Analysen in Echtzeit Einnblick in Performance bis hinunter zu jedem Packet-Flow. (Bild: Cisco)

„Cisco überwacht derzeit 25 Millionen Flows live“, sagt René Raeber, Distinguished Engineer bei Cisco Systems, in dem Webcast „Digitaler Wandel: Was Sie wissen müssen, um zu bestehen“, den wir heute aufgezeichnet haben. Die Technik, mit der eine solch umfassende Rechenzentrums-Transparenz durch Echtzeitanalysen möglich wird, heißt „Cisco Tetration Analytics“.

Wenn es um Tetration Analytics geht, überschlagen sich auch eingefleischte Informationstechniker mit Anerkennung, der ein oder andere spricht gar von „ Ciscos „Zeitmaschine für das Data Center“.

Die neuen Analytics-Plattform soll im Rechenzentrum für Transparenz in Echtzeit sorgen – in jedem Paket, jedem Flow, bei jeder Geschwindigkeit. Das Tool sammelt dazu Telemetriedaten von Hardware- und Software-Sensoren und analysiert diese Informationen mittels erweiterter maschineller Lerntechniken.

„Was wäre, wenn Sie aktuell sich wirklich jedes Datenpaket anschauen und verstehen könnten, das sich jemals durch Ihr Rechenzentrum bewegt hat?“ fragt René Raeber, Distinguished Engineer bei Cisco.
„Was wäre, wenn Sie aktuell sich wirklich jedes Datenpaket anschauen und verstehen könnten, das sich jemals durch Ihr Rechenzentrum bewegt hat?“ fragt René Raeber, Distinguished Engineer bei Cisco. (Bild: Cisco)

Fast schon nebenbei und ganz selbstverständlich werden dabei Datacenter-Prozesse wie Compliance, Anwendungsforensik und Security-Enforcement sowie die Umsetzung von einem White-List-Sicherheits-Modell unterstützt, welches Voraussetzung ist für ein regelgesteuertes automatisiertes Rechenzentrum, das Cisco ins Visier genommen hat.

Zudem können Continuous Monitoring, Analysis und Reporting IT-Managern ein tiefes Verständnis ihres Rechenzentrums liefern. Die Software Tetration Analytics kann so dabei helfen, die betriebliche Zuverlässigkeit erhöhen, den Zero-Trust Betrieb und die Migration von Applikationen in SDN-Lösungen oder Public Cloud stark vereinfachen.

Cisco Tetration Analytics erlaubt:

  • zu verstehen, welche Applikationen im Rechenzentrum und in der Cloud voneinander abhängen
  • fundierte Entscheidungen zu treffen und den Effekt von Richtlinienänderungen zu prüfen, bevor diese implementiert werden
  • Milliarden Datenflüsse in weniger als einer Sekunde nach Mustern zu durchsuchen
  • das Verhalten von Anwendungen kontinuierlich zu überwachen, um abweichende Kommunikationsmuster schnell zu identifizieren

Die aktuelle Herausforderung

Bislang gab es wenig Möglichkeiten, Telemetriedaten konsistent über das gesamte Datacenter hinweg zu sammeln und solch große Datenvolumen in Echtzeit zu analysieren. Daher mussten Unternehmen sich bislang mit lückenhaften Informationen zufriedengeben und mit langsamen, komplexen sowie mit hohen Kosten und Zeitaufwänden behafteten Tools behelfen, ohne je die vollständige Sicht zu erhalten.

Tetration bietet dagegen durchgehende und vollständige Transparenz mit Hilfe von Software-Sensoren auf den Servern und Hardware-Sensoren im Netzwerk. Dies ermöglicht umfassende Analysen in Echtzeit und einfach verständliche Darstellungen von ausführbaren Ergebnissen. Der Zeitmaschinenfaktor für das Rechenzentrum: Tetration gestattet einen Blick auf historische Flow-Informationen, eine Echtzeitanalyse der aktuellen Flows, sowie über Vorhersagemodelle eine Sicht auf zukünftiges Verhalten.

Die Funktionsweise

Die Software-Sensoren werden auf den virtuellen Maschinen oder Bare-Metal-Servern installiert. Die erste Version von Tetration unterstützt dabei Linux- und Windows-Server-Hosts. Die Hardware-Sensoren sind in die ASICs von „Cisco Nexus 9200-X“ und „Nexus 9300-EX“ Netzwerk-Switches integriert.

Die Architektur für Cisco Tetration Analytics .
Die Architektur für Cisco Tetration Analytics . (Bild: Cisco)

Dies ermöglicht die Sammlung von Flow-Informationen in „Linerate“ von allen Ports. Eine Tetration Appliance kann dabei bis zu einer Million Datenflüsse pro Sekunde messen. Sämtliche Sensoren übertragen die gesammelten Informationen in Echtzeit auf die Tetration Analytics Plattform. Diese kann in jedes Rechenzentrum mit beliebigen Servern und beliebigen Netzwerk-Switches installiert werden.

Installation und Support

Tetration kommt als „One Touch Appliance“ auf den Markt und umfasst vorinstallierte Server, Switches und Software, so dass sie sich einfach einführen lässt. Nach Beantwortung einiger Fragen zur Umgebung wird das Cluster automatisch konfiguriert.

Dazu ist kein spezielles IT-Know-how nötig. Wer trotzdem Unterstützung wünscht, erhält diese über die „Cisco Tetration Advanced Services“. Sie helfen unter anderem bei der Optimierung von Richtlinien und der Application Performance. Zudem bietet der Cisco Solution Support für Tetration rund um die Uhr Unterstützung.

Verfügbar ab Juli 2016, wird die erste Tetration Plattform eine Full-Rack Appliance sein, welche im Rechenzentrum des Kunden installiert wird.

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