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Auch Großrechner-Anwendungen können simpel und schnell gelingen Das macht Spaß - Entwickeln für den Mainframe

| Autor / Redakteur: Mathias Mezger / Ulrike Ostler

Der Aufwand für die Entwicklung und Pflege von Anwendungen für „IBM zEnterprise“ lässt sich mit Plattformen wie „Eclipse“ oder „Visual Studio“ deutlich reduzieren. Die Applikationen sind damit sowohl einfacher als auch schneller zu modernisieren – und das zu niedrigeren Kosten. Zudem lassen sich auch etablierte Werkzeuge und Prozesse, wie Source Code und Software Configuration Management (SCM) integrieren.

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Die Zeit der Codierung von Nullen und Einsen per Lochkarte sind tiefstes Mittelalter; heute gibt es Plattformen und Frameworks, die das Entwickeln vereinfachen und beschleunigen.
Die Zeit der Codierung von Nullen und Einsen per Lochkarte sind tiefstes Mittelalter; heute gibt es Plattformen und Frameworks, die das Entwickeln vereinfachen und beschleunigen.
(Bild: © Andrea Danti - Fotolia)

„Der Mainframe ist tot“, hieß es viele Jahre lang. Eine Fehleinschätzung.

Großrechner erleben heute in Zeiten von Cloud Computing eine Renaissance. So lassen sich etwa bei der Konsolidierung von Server-Farmen mit einem Großrechner und einem entsprechenden Betriebssystem viele virtuelle Server betreiben sowie Strom und Platz sparen.

Auch die Administration vereinfacht sich dadurch. Mainframes kommen vor allem bei Banken, Versicherungen, großen Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung zum Einsatz, wenn es um die zuverlässige Verarbeitung sowohl von Massendaten als auch Einzeltransaktionen geht.

Das Ziel: Die Entwicklung für z/OS vereinfachen

Großrechner sind auf Zuverlässigkeit und hohen Datendurchsatz für den Geschäftsalltag ausgelegt: nicht nur im Hinblick auf die Hardware, sondern natürlich auch hinsichtlich der Software. Das betrifft Bereiche wie Middleware, Transaktions-Management, Datenbanken, Sicherheit, Analytics oder System-Management. Entsprechend wichtig sind daher erfahrene Mainframe-Entwickler.

Doch genau hier droht ein Fachkräftemangel. Laut einer Studie der Marktforscher von Vanson Bourne werden bis 2016 etwa 40 Prozent der Programmierer, die heute hauptsächlich für den Mainframe entwickeln, in den Ruhestand gehen.

Der Verlust von Know-how verursache Zusatzkosten, weil unerfahrene Entwickler mehr Zeit für die komplexe Programmierung von Großrechneranwendungen benötigten, und auch die Fehlerwahrscheinlichkeit steigt. Für die Studie hatte Vanson Bourne über 520 CIOs (Chief Information Officer) in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Europa, den Vereinigten Staaten, Japan und Australien zum Einsatz von Mainframes befragt.

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