Kupfer- und Glasfaser, Racks und Brandschutz Das Kantonsspital Uri in Altdorf setzt auf IT-Infrastruktur von Dätwyler

Ein Gastbeitrag von Dieter Rieken und Daniel Pranjes*

Im Frühling 2019 begann das Großbauprojekt des Kantonspitals Uri in Altdorf in der Schweiz mit einem Investitionsrahmen von rund 100 Millionen Schweizer Franken. Dätwyler IT Infra hat in Zusammenarbeit mit beauftragten Elektroplaner Boess Sytek AG und der ausführenden Arbeitsgemeinschaft eine universelle Kommunikationsverkabelung (UKV) entwickelt, inklusive des Kupfer- und Glasfasernetzes sowie der Racks.

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Das Kantonsspital Uri benötigt derzeit für den Neubaz 13 Netzwerk-Racks. Dätwyler IT Infra hat sie mit perforierten Türen, Ventilatoren, Kabelführungen und nach Normal- und Notstrom farblich getrennten PDUs geliefert.
Das Kantonsspital Uri benötigt derzeit für den Neubaz 13 Netzwerk-Racks. Dätwyler IT Infra hat sie mit perforierten Türen, Ventilatoren, Kabelführungen und nach Normal- und Notstrom farblich getrennten PDUs geliefert.
(Bild: Dätwyler IT Infra AG)

Der Um- und Neubau des Kantonsspital Uri (KSU) umfasst bis Sommer 2022 zunächst einen Neubau. In den Folgejahren wird dann ein bestehender Bau umgebaut und zum Schluss die Gebäude aus den sechziger Jahren abgebrochen – alles ohne nennenswerte Einschränkungen des regulären Spitalbetriebs.

Mit dem „neuen KSU“ sollen die Urnerinnen und Urner von einer zeitgemäßen Infrastruktur und einer hochwertigen Gesundheitsversorgung profitieren. Es wird drei Operationssäle, zwei Pflegestationen, eine Tagesklink, eine Frauenklinik mit Geburtsabteilung, Behandlungs- und Therapieräume, ein Restaurant und eine Parkanlage umfassen.

Bei der Auswahl einer zeitgemäßen IT-Infrastruktur ging es dem KSU, dem beauftragten Elektroplaner Boess Sytek AG und der ausführenden Arbeitsgemeinschaft vor allem darum, eine universelle Kommunikationsverkabelung (UKV) zu finden, die nicht nur die heutigen Anforderungen eines effektiven Krankenhausbetriebs bewältigt, sondern auch zukünftig eine sichere und schnelle Übertragung aller Daten und Anwendungen gewährleisten kann.

Geplante Zukunftsfähigkeit

Das bezieht sich auf das Kupfer- und Glasfasernetz ebenso wie auf die Racks und weitere IT-Komponenten. Beim vorbeugenden Brandschutz sollte die Verkabelung den Funktionserhalt im Brandfall sicherstellen. Darüber hinaus stellte sich die Frage nach den geltenden Normen und Richtlinien, die es in den einzelnen Bereichen der Stromversorgung zu erfüllen gilt.

In beiden Bereichen – Kommunikations- und Sicherheitstechnik – fiel die Wahl auf Dätwyler IT Infra, deren Technik die aktuellen Standards zum Teil übertrifft. Ein weiterer Vorteil für das KSU: Für die kompletten Systeme gibt es nur einen kompetenten Ansprechpartner, dessen Produktion und Services sich noch dazu in derselben Gemeinde befinden.

Samuel Käslin ist der zuständige Projektleiter bei der EWA-Energie Uri AG. Er sagt: „Für die Sicherheitskabel war von Anfang an klar, dass wir auf die Zusammenarbeit mit Dätwyler und Bettermann zählen, weil wir sehr positive Erfahrungen mit dieser Kombination gemacht haben. In Sachen UKV waren wir uns dann ebenfalls schnell einig.“

Reserven für die Zukunft

Die Installation übernahm die Arge Elektro KSU, eine Arbeitsgemeinschaft Urner Elektroinstallateure unter Federführung der EWA-Energie Uri AG. Für das Kommunikationsnetzwerk kamen Kategorie-7A-Kupferdatenkabel des Typs „CU 7702 4P“ zum Einsatz, die große Reserven für zukünftige Datenübertragungstechniken bieten. Auf kompakten „KS-TC“-Modulen der Kategorie 6A abgeschlossen, lässt sich damit zugleich eine Spannungsversorgung (Fernspeisung) mit bis zu 100 Watt realisieren.

Beim Glasfasernetz machte sich die Arbeitsgemeinschaft vorkonfektionierte Mehrfachkabel (Trunks) mit Singlemode- und OM4-Multimode-Fasern zunutze, deren Peitschen in den gewünschten Längen konfektioniert wurden. Die Mehrfachkabel wurden auf „OV-S“-Panels abgeschlossen; Rangierwannen dienen der geordneten Führung der Patch-Kabel. Die im KSU benötigten Netzwerk-Racks – derzeit 13 Stück – kamen wunschgemäß mit perforierten Türen, den passenden Ventilatoren, Kabelführungen und nach Normal- und Notstrom farblich getrennten PDUs.

Auf dem Campus verbinden „FO Outdoor“- Kabel die DV- und Serverräume im Alt- und Neubau. Die Stockwerksverteiler in den Elektroräumen – einer auf jedem der vier Geschosse – sind redundant mit „FO Indoor“-Kabeln erschlossen.

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Auf den Etagen selbst wurden mit Kupferdatenkabeln knapp 2000 DV-Anschlüsse geschaffen. Über diese Anschlüsse werden sämtliche Dienste abgedeckt, darunter Telefonie, Internet, Überwachung und WLAN.

Die Brandschutzvorschriften

Die Funktionserhaltkabel zur Speisung der sicherheitsrelevanten Anlagen – etwa Not und Fluchtwegbeleuchtung, Notnetz, USV und RWA – passen zum jeweiligen Anwendungsbereich und zum installierten Kabeltrag- und Kabelführungssystem. Die Sicherheitskabel passen zu den geltenden Brandschutzvorschriften und Normen, der Euroklasse B2ca-s1a,d1,a1.

Käslin lobt: „Wir hatten sehr bemühte Personen als Ansprechpartner und fanden bis anhin für jedes Problem eine zeitnahe Lösung. Bei so einem Großprojekt ist das für mich als Projektleiter sehr wichtig. Stand heute finde ich die Lösung im UKV-Bereich sehr zukunftsorientiert“, resümiert der Projektleiter. „Wir haben im Neubau außerdem genügend Platzreserven geschaffen, um das System in Zukunft erweitern zu können.“

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