Suchen

Über die Fortschritte von Converged Storage, Software defined Datacenter und ein Backup-Konzept für alles

Das HP Storage Update zur Discover 2012

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Virtual Compute-Store-Transport

Vielleicht werden wir nicht mehr allzulange über die Vorzüge der Virtualisierung reden müssen. "In den nächsten zwei Jahren, werden 80 Prozent der Rechner-Workloads in virtuellen Maschinen stattfinden", wagt Tom Joyce, Vice President Marketing, Strategy & Operations bei HP, einen Blick in die nahe Zukunft. Damit wäre auch der Weg für das Software definierte Rechenzentrum geebnet, in dem jede Funktion im Netzwerk-, Rechner und Storage-Layer virtualisiert ist.

Damit gäbe es die Chance viele IT-Prozesse anders zu gestalten. Ist die IT als Service etabliert, dann ist sie es auch in jeglicher Form der Cloud-Realisierung, sei es Privat, Public oder Hybrid. Die Gelegenheit wäre da, dass jedes Rechenzentrum flexibel auf die Kundenbedürfnisse reagieren und als Service-Provider agieren könnte, warb Joyce für die rasche Anwendung der größeren Freiheitsgrade durch die vollständige Virtualisierung.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 12 Bildern

Diese Ideen sind allerdings nicht neu. Vor etwa zehn Jahren scheiterten noch viele Rechenzentren am Übergang zum IT-Service-Provider. Die Technologie hat aber einige Fortschritte gemacht. Das macht sich auch an neuen Devices wie dem iPAD bemerkbar, das viele Unternehmen inzwischen in die eigene IT-Infrastruktur integriert haben oder integrieren mussten. Ohne Virtualisierung und breitbandigere Funknetze wäre das nicht möglich gewesen.

Vorhersagbarkeit

Fortschritte in der Benutzung von IT-Equipment sind insofern überall bemerkbar. Viele Mitarbeiter möchten mit den privaten Gerätschaften auf die Unternehmens-IT zugreifen und genau damit bringen sie die gewohnte, eingespielte Routine in deren Verarbeitungsprozessen schwer durcheinander.

Das hat auch Auswirkungen auf eigentlich gut ausbalancierte Speichersysteme. Die Architektur der Systeme wurde teilweise schon vor 22 Jahren entwickelt, kritisiert Joyce die Konkurrenz und wähnt sich mit dem eigenen Speicher-Portfolio im Vorteil. HP habe vor zwei Jahren die eigene Produktpalette durchgemustert und auf ihre Tauglichkeit für das nächste Jahrzehnt untersucht.

Die Anforderung, die moderne Speichersysteme erfüllen müssen, sagt Joyce, ist, dass sie mit unvorhersehbaren Arbeitsspitzen zu Rande kommen müssen. Nur mit darauf abgestimmten Systemen könne ein Rechenzentrum den Job als Service-Provider erfolgreich abarbeiten. Die Zeiten seien vorbei, wo der IT-Leiter seine RZ-Komponenten auf die immer gleichen Lastwechsel auslegen konnte.

Mit der Unvorhersehbarkeit der Arbeitslast in virtualisierten Umgebungen erklärt Joyce im Nachhinein den harten Zweikampf mit Dell um den Besitz des 3Par-Systems, das auf einer nur zehn Jahre alten Architektur fusst. Prinzipiell wendet HP diese Sichtweise und den Bedarf nach neuen Architekturen auch bei Netzwerk und Servertechnik an. Und konkurrenzentscheidend sei der Einsatz von Industriestandards, die die Konvergenz von Technologien und die Integration neuer Funktionen beschleunigen würde.

Virtualisierung ist Software

Industriepartner können auf dieser Standardplattform kostengünstig Funktionen implementieren, die ein besseres Overall-Management ermöglichen. Diesem soliden und konsolidierenden Industriestandard stülpt HP zunehmend die eigene Intellectual Property über, die als Ziel ein Software definiertes Rechenzentrum zur Folge hat. Zu sehen ist dies beispielsweise in erster Näherung bei Lefthand.

Die Funktionalität der HP-Speicherprodukte soll damit eine Frage von Software sein. Diese Argumentation ist häufig auch von anderen Herstellern zu hören, die allerdings meist aus der Unsicherheit über die technische Zukunft herrührt. Sobald sich Software-Funktionen als funktionell bewiesen haben, werden sie, vor allem bei Speichersystemen, in "Hardware gegossen", um mehr Performance zu gewinnen.

Unabhängig davon, ob ein System in Hardware oder Software läuft, die HP Vision kommt bei Analysten wie Gartner an. Wie weit man bei Hewlett-Packard den Bedürfnissen der Kunden mit dieser Strategie schon entgegengekommen ist, wird zwischen dem 4. bis 6. Dezember zu eruieren sein, wenn die Details des Backup-Konzepts StoreOnce, von Lefthand, 3Par und auch vom Big Data Analysewerkzeug Autonomy vorgestellt werden.

(ID:35748840)