Virtual-Core Customer Cloud der Kamp Netzwerkdienste im Test, Teil 3

Das Gesamturteil: Die Kamp-Virtualisierungssoftware ist spannend

| Autor / Redakteur: Thomas Bär / Ulrike Ostler

Problemlose Boot-Varianten

Obwohl wir auch über dieses Laufwerk den Virtual-Core Host Server gestartet hatten, stellte dies für Virtual-Core kein Problem dar. Die Boot-CD des Virtual-Core Host Server kann problemlos entnommen werden, um für die Installation ein Windows-Medium einzulegen.

Wer häufiger Programme oder Betriebssysteme installiert, wird die Möglichkeit nutzen, die ISO-Images in ein NFS-Share im lokalen Netzwerk abzulegen. Alternativ startet eine Installation aber auch bequem per PXE oder per Netboot.

Über Netboot kann der Administrator Betriebssysteme wie Ubuntu 10.04.3 LTS Server oder Desktop, CentOS 6.0 oder Open Suse 11.1, 11.2 und 11.4 direkt installieren, ohne einen Datenträger einlegen zu müssen.

Remote-Zugriffe und Geschwindigkeit überzeugen

Den Fernzugriff realisiert Kamp für Virtual-Core Host Server über VNC. Alle gebräuchlichen Tastenkombinationen wählt der Administrator bei Bedarf aus einer Menüliste aus.

In allen Teststellungen kamen wir mit der VNC-Zugriffsvariante ganz gut klar. VNC ist im Vergleich zum „Remote Desktop Protokoll“ von Microsoft etwas träge, aber es hindert einen ja niemand, nach der Installation eines Windows-Betriebssystems die Remote-Desktop-Unterstützung zu aktivieren und darüber weiter zu arbeiten.

Die Performance der virtuellen Maschinen unter KVM ist ebenfalls überzeugend – wir konnten zu keinem Zeitpunkt spürbare Einschränkungen wahrnehmen. Faktisch fühlt es sich wie bei allen anderen Hypervisor-Virtualisierungen, beispielsweise ESX, ESXi, Hyper-V oder Xen an.

Auswertungen lassen auf Nachbesserung hoffen

Auslastung und mögliche Überlastung von Servern identifiziert der Systembetreuer am einfachsten über die beiden Statistiken, die Virtual Core zu bieten hat: CPU- und Netzwerkauslastung.

Wer hier die umfassenden Auswertfunktionen von VMware ESX erwartet, wird derzeit von Kamp noch enttäuscht. Die Auswertungen sind eher rudimentär, zeigen jedoch die wichtigsten Daten an.

weiter mit: Viele Aussichten für die Produktentwicklung

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