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IBM entwickelt Technik von Texas Memory Systems weiter

Das FlashSystem 840 von IBM ist für den Enterprise-Einsatz optimiert

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Skalierbarkeit verbessert

Wer sich die Leistungswerte des Flash-Systems 840 genauer anschaut, der wird feststellen, dass sich – bezogen auf das Raumvolumen – nichts geändert hat. Absolut betrachtet sieht das Flash-Array leistungsfähiger aus, weil es im Vollausbau 48 Terabyte Speicher hat und bis zu 1,1 Millionen IOPS (Input/Output-Operationen pro Sekunde) liefert. Es hat sich bei der Latenzzeit ein wenig verschlechtert: Von 110 auf 130 Mikrosekunden beim Lesen und von 25 auf 90 Mikrosekunden beim Schreiben.

Das sind jedoch immer noch Spitzenwerte. Für den Käufer dieses Hochgeschwindigkeitsspeichers dürfte die durch die Architekturänderung gewonnene Skalierbarkeit mehr Bedeutung haben. Er kann nun zwölf Speichermodule mit entweder zwei oder vier Terabyte Kapazität einsetzen. Ausbaustufen mit zwei, vier, acht oder zwölf Modulen sind möglich.

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Abhängig von der Speicherkapazität skaliert das System die IOPS bei 70 Prozent Lesen und 30 Prozent Schreiben von minimal 225.000 IOPS bis zur Maximalleistung von 775.000 IOPS. Der interne Datendurchsatz wurde durch den Wechsel auf den Crossbar-Switch von fünf auf maximal acht Gigabyte pro Sekunde beim Lesen angehoben.

Die Systemebene

Zum Server hin stehen Schnittstellen für Fibre Channel (FC), Fibre Channel over Ethernet (FCoE) und Infiniband (IB) bereit. Das bedeutet bei acht Ports für IB und 16 Ports für FC und FCoE, dass im Maximalausbau zwischen 160 bis 320 Gigabit Daten pro Sekunde zwischen Speicher und Server fließen könnten. Bei der Verwaltung des Systems hat man das Rad nicht neu erfunden, sondern die gut eingeführten Konzepte der bestehenden Speicherfamilien adaptiert. Das Flash-System 840 nutzt die Kommandozeilenschnittstelle IBM SAN Volume Controller CLI und die grafische Benutzeroberfläche des IBM SAN Volume Controller GUI, wie sie schon bei der IBM XIV GUI zum Einsatz kommt. SMTP und die „Syslog Redirection“ für den unternehmensweiten Zugriff werden ebenfalls unterstützt. Dazu ist nur einer der üblichen Web-Browser nötig.

Fazit

Das FlashSystem 840 ist auf den ersten Blick eindrucksvoll, aber scheinbar unspektakulär. Spektakulär könnte es werden, wenn moderne Flash-Speicher im 3D-Format die Enterprise-Tauglichkeit erreichen. Dann könnten IBMs Flash-Container schnell auf die zehn- bis zwanzigfache Kapazität aufgestockt werden und der Crossbar-Switch geht nicht in die Knie.

Kritisch könnte so eine Aufrüstung vielleicht für die Stromversorgung und die Klimatisierung werden. Schon jetzt benötigt ein mit 21 Gehäuseeinschüben vollgepackter 19-Zoll-Schrank 15 Kilowatt Leistung. Diese Packungsdichte dürfte bei höherer Speicherkapazität wahrscheinlich nur mit innovativen Kühlkonzepten möglich sein.

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