ISC 2016: Cray verstärkt XC-Supercomputer

Cray Sonexion 3000 bekommt Lustre und horizontale Skalierbarkeit verpasst

| Redakteur: Ulrike Ostler

"Cori" heißt der Supercomputer des National Energy Research Scientific Computing Center, der auf Cray-Technik aufgebaut ist.
"Cori" heißt der Supercomputer des National Energy Research Scientific Computing Center, der auf Cray-Technik aufgebaut ist. (Bild: NERSC)

Auf der International Supercomputing Conference 2016 (ISC) in Frankfurt am Main setzt die Cray Inc.) mit den bisher schnellsten „XC“-Supercomputern und dem Speichersystemen „Sonexion“ neue Performance-Standards. Die XC-Serie bekommt die aktuellen „Intel Xeon Phi“-Prozessoren und Sonexion 3000 wird mit „Lustre“-Technologie und horizontaler Skalierbarkeit ausgestattet.

Die bisher unter dem Codenamen „Knights Landing“ bekannte jüngste Version der Intel Xeon Phi-Prozessorfamilie wird ab sofort in der Cray XC-Serie verbaut und erreicht dort in der Spitze mehr als ein halbes Petaflop pro Schaltschrank. Gegenüber früheren Generationen entspricht dies einer glatten Verdopplung der Rechenleistung.

Cray zeigt zudem sein Sonexion 3000 Lustre-Speichersystem mit horizontaler Skalierbarkeit, das nach Wunsch Kapazitäts- oder Performance-optimiert konfigurierbar ist. Bei einer performanceorientierten Konfiguration liefert das Cray Sonexion-System in einem einzigen Rack eine Leistung von annähernd 100 Gigabytes pro Sekunde.

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11.08.15 - Intel hat neue Versionen des „Lustre“-File-Systems angekündigt und baut damit sein „HPC Scalable System Framework“ erheblich aus. Parallele File-Systeme wie Apache Lustre sind entscheidend für die Performance von Clustern. An Alternativen zu Lustre fehlt es zum Glück nicht – gute Beispiele sind „IBM Spectrum Scale/GPFS“ und „BeeGFS“. lesen

„Für viele Kunden sind die Intel Xeon Phi-Prozessoren und das parallele Dateisystem Lustre der Dreh- und Angelpunkt ihrer Supercomputing-Infrastruktur“, sagt Ryan Waite, Senior Vice President Products bei Cray und fügt hinzu: „Unsere Kunden nehmen sich immer komplexere Rechenaufgaben vor, mit denen sie die Grenzen des Supercomputings und der Speicherperformance immer weiter verschieben. Wir arbeiten aufs Engste mit ihnen zusammen, um uns mit ihren Erfordernissen vertraut zu machen und neue Systeme bereitzustellen, die absolute Spitzenleistungen vollbringen.“ Gemeinsam mit Intel stelle Cray sicher, dass die Produkte auf Grundlage der Intel Xeon Phi-Familie auch den höchsten Performance-Ansprüchen gerecht werden, während die Partnerschaft mit Seagate dazu beitrage, dass Lustre neue Leistungs- und Stabilitätshöhen erklimme.

Phi und Lustre

Der Cray XC ist ein adaptives Supercomputing-System, das in ein und derselben Architektur verschiedene Datenverarbeitungs- und Speichertechnologien unterstützt. Das integrierte Software-Ökosystem nutzt zudem die enorme Expertise von Cray in Many- und Multi-Core-Umgebungen. Mit dem aktuellen Intel Xeon Phi-Prozessor können laut Cray XC-Anwender die Vorteile der Cray-Programmierumgebung nutzen. Der Software-Stack umfasse zudem zahlreiche Verbesserungen, mit denen sie Code-Optimierungen vornehmen und den in den Intel Xeon Phi-Prozessor integrierten Speicher mit hoher Bandbreite effektiv ausnutzen könnten.

Als einer der Anbieter von Supercomputern, die mit dem neuen Intel Xeon Phi-Prozessor ausgestattet sind, hat Cray bereits eine Reihe von Großaufträgen renommierter Rechenzentren in seinen Büchern stehen. Neben dem „Cori“-System für das National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) des US-Energieministeriums DOE zählen hierzu das „Trinity“-System der National Nuclear Security Administration und das „Theta“-System, das in der Argonne Leadership Computing Facility des DOE im Argonne National Laboratory seinen Dienst verrichtet.

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Um speicherseitig mit dem rasanten Anstieg der Rechenleistung Schritt zu halten, bringt Cray mit dem Sonexion 3000 auf den Markt. Gegenüber herkömmlichen Lustre-Produkten ermögliche Sonexion 3000 eine deutlich effizientere Skalierbarkeit und erreicht unter Praxisbedingungen eine um bis zu 38 Prozent höhere Durchsatzrate pro Rack-Einheit, während die Gesamtbetriebskosten bis zu 25 Prozent geringer ausfielen, so Cay. Das neue Speichersystem ist integriert, umfassend getestet und wird mit zentralem Support für sämtliche Hardware- und Softwarekomponenten angeboten.

Das sagt der Analyst

Nik Rouda, Senior Analyst der Enterprise Strategy Group, äußert sich dazu positiv: „Heutzutage benötigen viele Unternehmen ein Höchstmaß an Wissen und Erfahrung, um skalierbare parallele Anwendungen zu entwickeln, die das Potenzial von hochleistungsfähigen, horizontal skalierbaren Speicher- und Datenverarbeitungsressourcen in der Praxis ausschöpfen können. Cray weiß das und bietet den Unternehmen deshalb Supercomputer-Technologie zur Lösung ihrer Big-Data- und Analyseaufgaben an.“

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