EMEA-Forschungslabor in Großbritannien angesiedelt

Cray: näher an Kunden in Europa

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Eine zeitgemäße Cray XC40 - aber Image-prägend war die Cray-1.
Eine zeitgemäße Cray XC40 - aber Image-prägend war die Cray-1. (Foto: Cray Inc)

Ein großer Name aus den High Performance Computing kommt nach Europa. Cray hat in Bristol ein EMEA Research Lab gegründet. Es soll die Kooperation bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten vertiefen.

High Performance Computing (HPC) hieß einmal „Cray-1“. Heute aber geht es um eine riesige Menge beliebiger x86-Commodity-CPUs im Cluster plus Linux? Der oberflächliche Eindruck stimmt ganz und gar nicht. In der Rangliste der http://top500.org/ der schnellsten Rechner der Welt steht unter den Herstellern der Altmeister auf diesem Gebiet, heute die Cray Inc., mit gut 14 Prozent Marktanteil auf Platz drei.

Mit Kunden besser bei Forschungsprojekten kooperieren

Das Unternehmen hat im englischen Bristol ein Research Lab eingerichtet, das für Europa, Naher Osten und Afrika zuständig ist. Das Unternehmen möchte damit eine engere Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden und Partnern in der Region erreichen. Allerdings geht es um mehr als den traditionellen Verkaufs- und Service-Channel.

Cray möchte über die Tochter in Bristol an Projekten bei Kunden arbeiten, kundenspezifische Technologielösungen gemeinsam konzeptionieren und gemeinschaftliche Forschungsarbeiten vorantreiben, an denen diverse Organisationen beteiligt sind. Das Forschungslabor fungiert zudem als Schnittstelle zwischen Cray und europäischen Entwicklungsprogrammen wie Horizon und den FET Flagship Initiatives.

Der europäische Markt ist Cray wichtig

Das Cray EMEA Research Lab arbeitet aktuell mit vielen Supercomputing-Zentren an wichtigen Forschungsprojekten. Zum Beispiel entwickelt Cray gemeinsam mit dem deutschen Supercomputing Center in Jülich ein Supercomputing-Pilotsystem für das Human Brain Project. Auch mit anderen Organisationen arbeitet Cray zusammen. Es gibt unter anderem gemeinsame Initiativen mit dem Edinburgh Parallel Computing Centre (EPCC) an der University of Edinburgh, dem Alan Turing Institute in London und dem Swiss National Supercomputing Centre in Lugano. Mit dem EPCC war Cray unter anderem beim Softwareprojekt CRESTA Exascale engagiert.

„Der europäische Markt ist überaus wichtig für Cray“, erklärt Steve Scott, Senior Vice President und Chief Technical Officer bei Cray. Das neue EMEA Research Lab werde sich „mehr denn je für die europäische HPC-Community engagieren“.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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