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Kältecontainer von Rittal Cooles Rechenzentrum

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Rittal hat sein modulares, standardisiertes Rechenzentrum „Ri Matrix S“ um einen komplett konfigurierten Kältecontainer erweitert. Das System arbeitet vorrangig mit indirekter, freier Kühlung und erzielt dadurch eine hohe Energie-Effizienz, mit einem Power Usage Effectiveness (PUE) von bis zu 1,15.

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Die Standard-Module Ri Matrix S von Rittal erhalten Zuwachs durch einen Kältecontainer.
Die Standard-Module Ri Matrix S von Rittal erhalten Zuwachs durch einen Kältecontainer.
(Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

Der Kältecontainer besteht aus einem Container-Rahmengestell in High-Cube-Ausführung (6,06 Meter Länge, 2,44 Meter Breite, 2,89 Meter Höhe). Darauf sind der Hydraulikschrank, die beiden Kältemaschinen sowie der Freikühler montiert. Zwei Kühlleitungen sowie die Stromversorgung verbinden die Klimatisierungslösung mit dem Rechenzentrum.

Da das Modul primär mit indirekter, freier Kühlung arbeitet, kann bei ausreichend niedriger Außentemperatur auf einen Energie-intensiven Chiller (Kompressor) verzichtet werden. Zusammen mit drehzahlgeregelten EC-Ventilatoren (Electronical Commutation), redundant ausgelegten Pumpen und einer optimalen Anpassung an den Kühlungsbedarf des Ri Matrix S Server-Moduls führt dies zu einer hohen Energie-Effizienz mit einem PUE von bis zu 1,15 im laufenden Betrieb.

Drei Betriebsarten – abhängig von der Außentemperatur

Der Wärmetauscher für die indirekte Freikühlung ist mit einem Wasser/Glycol-Gemisch befüllt und kann eine Wärmeleistung von 70 Kilowatt für die Single 6-Variante von R iMatrix S sowie 100 Kilowatt für die Single 9-Variante abführen. Bei höheren Außentemperaturen werden die zwei Chiller hinzugeschaltet: Sie sind redundant mit je 70 Kilowatt oder 100 Kilowatt ausgelegt und stellen eine hochverfügbare Kälteleistung sicher.

Abhängig von der Außentemperatur sind insgesamt drei Betriebsarten möglich: der reine, indirekte Freikühlbetrieb, der Mischbetrieb mit Freikühlern und Chillern sowie die komplette Chiller-Kühlung. Je nach Betriebsart nutzen somit entweder Freikühler und/oder Chiller die zentrale, redundante Pumpenstation.

Kältecontainer mit integrierter Überwachung und Regelung

Der Kältecontainer ist ein Serienprodukt. Die Installationszeit beträgt weniger als einen Tag und ist damit deutlich kürzer als bei einer herkömmlichen Klimatisierungstechnik.

Seine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die erzeugte Kühlleistung dem dynamischen Bedarf des Ri Matrix S Servermoduls angepasst wird. Eine Netzwerkschnittstelle gibt die gemessenen Temperaturdaten per SNMP (Simple Network Management Protocol) an die Management-Software „Ri Zone“ oder eine andere DCIM-Plattform (DCIM = Data Centre Infrastructure Management) weiter.

Zudem stellt diese Schnittstelle eine Verbindung zu einem Web-Server her: Darüber kann der Anwender die Parameter der Kühllösung einstellen und den aktuellen Zustand überwachen. Im Störfall signalisieren potentialfreie Meldekontakte den Administratoren entsprechend Alarm, so dass sie schnell reagieren können.

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