Das Virtualisierungs-Plus-Programm für Rechenzentren

Cool virtualisiert

| Autor / Redakteur: Michael Schumacher / Ulrike Ostler

Energie-effiziente Kühlung für geringere Stromkosten

Eine Datacenter Infrastruktur Management (DCIM) kann heute mehr als Daten aus dem Kühler und der Stromversorgung sammeln. Selbst virtualsierte Server lassen sich überwachen und orchestrieren.
Eine Datacenter Infrastruktur Management (DCIM) kann heute mehr als Daten aus dem Kühler und der Stromversorgung sammeln. Selbst virtualsierte Server lassen sich überwachen und orchestrieren. (Bild: Schneider Electric)

Im Idealfall kann das System die notwendige Kühlleistung so vollständig erbringen. Energiefressende Kompressoren müssen nur zugeschaltet werden, wenn die Außentemperatur einen bestimmten Wert, wie etwa 6, 8 oder 10 Grad Celsius übersteigt. Dieses Kühlkonzept eignet sich also besonders für nördliche Länder mit kühler Witterung. In Deutschland sind so leicht 180 Tage und mehr im Jahr durch indirekte freie Kühlung ohne Kompressorenbetrieb zu erreichen.

Zudem wird eine hohe Kühlungseffizienz erreicht, wenn beim Abführen der Wärme aus dem Server-Raum Kalt- und Warmluftströme getrennt werden. Dabei lassen sich zwei grundlegende Prinzipien unterscheiden: Warmgang- und Kaltgangeinhausungen.

Beim Warmgang-Modell werden die IT-Schränke mit den Rückseiten gegenüberliegend in zwei Reihen aufgestellt und von außen nach innen mit Luft durchströmt. Die Abwärme sammelt sich dabei zwischen den beiden Schrankreihen, dem Warmgang. Moderne, in die Schrankreihen integrierte Kühlgeräte kühlen die Luft auf die gewünschte Serverlufteinlasstemperatur herunter und leiten sie wieder in die Kaltgänge des IT-Raums ein.

Lieber warme Gänge zwischen den Racks oder kalte?

Die Kaltgang-Lösung geht den umgekehrten Weg: Die Vorderseiten der IT-Schränke stehen sich gegenüber, die Abwärme des IT-Equipments wird frei in den Server-Raum abgegeben. Die erwärmte Luft steigt nach oben und sammelt sich als Warmluftpolster unter der Decke. Von dort wird sie mittels Raumklimaanlage abgesaugt, gekühlt und anschließend über einen Doppelboden wieder in den Kaltgang eingespeist.

Dieser Doppelboden muss jedoch über eine gewisse Mindesthöhe von beispielsweise 60 Zentimetern verfügen und mit zusätzlichem Planungs- und Kostenaufwand errichtet werden. Warmgang-Lösungen benötigen den Doppelboden gar nicht oder nutzen ihn nur als niedrigen Installationsboden mit zum Beispiel 30 Zentimetern Höhe. Überdies lassen sich auch Räume mit deutlich weniger als 3 Meter lichter Höhe für Rechenzentren nutzen, die ursprünglich für andere Zwecke konzipiert wurden, wie etwa Büroräume – ein klarer Vorteil der Warmgang-Alternative.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Fazit:

Der Autor:

Michael Schumacher ist Senior Systems Engineer bei Schneider Electric.

PS: Für oder gegen Schneider Electric stimmen:

Die Trophäe für den Publikumsliebling beim Deutschen Rechenzentrumspreis.
Die Trophäe für den Publikumsliebling beim Deutschen Rechenzentrumspreis. (Bild: Marconing)

Schneider Electric (APC) beteiligt sich mit einem Projekt an dem Wettbewerb um den Deutschen Rechenzentrumspreis. Sie können als Leser selbst zum Juror werden und für eins der 62 Projekte per Klick stimmen.

Wir stellen Ihnen alle Bewerbungen ausführlich vor. Der Gewinner mit der höchsten Klickrate erhält den Publikumspreis. Dieser wird am 10. April 2013 während einer festlichen Gala verliehen. Sie könnten mit einem Partner Ihrer Wahl dabei sein, wenn Sie sich bei der Abstimmung beteiligen und die sündteuren Eintrittskarten zu diesen fest gewinnen.

Weitere Informationen zum Deutschen Rechenzentrumspreis in unserem Special

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