Aus Parallels Cloud Server wird Virtuozzo

Container-Technik integriert Docker

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Foto: Parallels)

Parallels Inc. führt den „Parallels Cloud Server“ unter den älteren Markennamen Virtuozzo zurück. Diese Virtualisierungs-Infrastruktur kombiniert Container und Storage. Sie unterstützt künftig auch die Entwicklung und Bereitstellung von Cloud-Anwendungen via Docker.

Der Titel „Virtuozzo“ lässt es schon anklingen: Es handelt sich bei dem Parallels-Produkt um eine Virtualisierungstechnik. Es ist eine Alternative zu den verbreiteten virtuelle Umgebungen, die mit Hypervisors arbeiten. Virtuozzo virtualisiert das Betriebssystem statt der Hardware, indem es mehrere Instanzen eines Betriebssystems parallel (daher der Firmenname) einrichtet. Das kann die Verwaltung vereinfachen und Lizenzkosten senken.

Docker bekommen es mit noch mehr Containern zu tun

Die Virtuozzo-Container begegnen nun der Container-Technik von Docker, einer Open-Source-Software, die komplette Anwendungsumgebungen zusammenfasst und von anderen isoliert. Den Effekt beschreibt James Bottomley, Chief Technology Officer für Virtualisierung bei Parallels, so: „Oft wird Docker zur Verbesserung der Sicherheit und Isolation des Systems in virtuellen Maschinen ausgeführt. Dies beeinträchtigt jedoch die Elastizität und Dichte. Mit dem neuen Virtuozzo können unsere Kunden Docker nun in gehosteten Containern ausführen und sich die Elastizität und Dichte von Containern zunutze machen.“

Parallels will damit zwei Seiten entgegen kommen: Mit Virtuozzo vertraute Entwickler können ihre Verwaltungs-Tools und ihr Know-how im Umgang mit dieser Technik weiterhin nutzen. Umgekehrt wird die Entwicklung von Cloud-Anwendungen via Docker auch für Virtuozzo-Umgebungen möglich.

Service-Provider sind umworben

Erklärtermaßen umwirbt Parallels mit dem neuen Virtuozzo insbesondere Service-Provider. Für sie sei es nun einfacher, neue Angebote für Unternehmen und Entwickler von modernen Cloud-Anwendungen einzurichten und das Ganze zu verwalten. „Service-Provider profitieren von einer besseren Marge pro virtueller Docker-Instanz", erklärt Bottomley.

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