Wie die Energiewende deutsche Rechenzentrumsbetreiber in die Enge drängt



  • Advertorial: Energie Experte Staffan Reveman schlägt Alarm
    Wie die Energiewende deutsche Rechenzentrumsbetreiber in die Enge drängt

    Sie haben ein Problem mit der Stromversorgung Ihres Datacenter! Kann nicht sein? Kann sehr wohl, sagt Staffan Reveman von der Reveman Energy Academy. Und es ist höchste Zeit für Sie zu handeln!

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  • Kommentar aus Facebook von Stefan Karl: Wenn Unternehmen der fertigenden Industrie es erfolgreich schaffen, nicht nur mit Stromspeichern zu arbeiten, sondern sogar Geld zu sparen - warum dann nicht auch RZ-Betreiber?
    Das geht im Idealfall sogar mit einem Großteil an Erneuerbaren als Stromquelle… Nachholbedarf? Chance auf Wettbewerbsvorteil?



  • Die meisten Rechenzentren besitzen doch eigene Backup-Systeme wie USVs (Unabhängige Stromversorgung) sowie Dieselnotstromaggregate womit diese ihren Strombedarf bis zu mehreren Wochen selbst erzeugen können. Hier wird mal wieder unnötig Panik gemacht.



  • Mich wundert es, dass ein Energieexperte in seinem Artikel eine falsche Energieeinheit verwendet. kW ist eine Leistungseinheit, die Preise beziehen sich jedoch auf die Energieeinheit: kWh.
    In diesem Artikel wird der erfreuliche Umstand, dass immer mehr Energie aus regenerativen Quellen stammt als nur negativ dargestellt. Das Abschalten von Grundlastkraftwerken wird hingegen als Fehler dargestellt. Dabei sind es gerade die Kohle- Braunkohle und Kernkrafwerke, die durch ihre Inflexibilität Probleme für die Netzstabiliät bringen. Das Problem der Energiewende sind nicht die erneuerbaren Energien, sondern der Umstand dass für die Netzstabilität wichtige, schnell reagierende Gaskraftwerke unwirtschaftlich werden und durch unflexible CO2-Schleudern ersetzt werden. Überschussstrom ließe sich in Gas umwandeln, Gas kann man speichern, Gaskraftwerke könnten die Versorgungsengpässe mit regenerativen Energien abdecken. Technisch wäre das alles bereits machbar. Es mangelt an politischer wirtschaftlichem Umsetzungswille.



  • Schön, dass es andere Meinungen gibt.
    USV-Batterien sind aus Blei und für etwa 15 Minuten Überbrückungszeit ausgelegt. Netzersatzanlagen sind auch wichtig aber meistens für 24 h Dauerbetrieb ausgelegt. Nur ein Teil der RZ verfügen über Netzersatz. Mit Speicher nachweislich ohne Subventionen Geld zu verdienen habe ich noch nicht gesehen oder erlebt. DataCenter in Deutschland konsumieren momentan etwa 10 TWh pro Jahr. Die durchschnittliche Leistung ist somit etwa 1,14 GW für alle RZ in Deutschland. In Schwerin wurde eine Speicheranlage errichtet, die Kosten betragen etwa EUR 1 Mio pro MWh. Somit kostet eine GWh etwa EUR 1 Milliarde. Nachts müssen wir auf erneuerbare vom Vortag zugreifen, somit müssen wir mindestens 12 h speichern. Etwa 14 Milliarden müssen wir für alle DataCenter investieren, Gebrauchsdauererwartung; 15 bis 20 Jahre, danach Austausch.
    Erneuerbare sind nicht flexibel sondern volatil. Flexibel sind Kraftwerke die wir ein- und ausschalten können. Photovoltaik haben wir nur bei Sonnenschein mit weniger als 950 Volllaststunden pro Jahr. Windkraft haben wir nur wenn es windet, etwa 1500 Volllaststunden pro Jahr. Das Jahr hat aber 8760 Stunden.
    In Deutschland vermisse ich eine realistische Betrachtung. Kernkraft und Kohlekraft mag ich auch nicht - heute aber 60 % der Stromversorgung - der Strom kommt aus der Steckdose, schön! /staffan reveman



  • Bisher hat keiner behauptet, dass Wind- und PV-Strom flexibel ist, sondern dass zu viele konventionelle Kraftwerke zu unflexibel sind. Die liefern nämlich auch nicht gleich Strom wenn man sie Einschaltet und so schnell mal ausschalten, wenn gerade keine Leistung benötigt wird, geht auch nicht. Die Anlage in Schwerin dient zur Netzstabilisierung, nicht zur langfristigen Speicherung. Die ist bei einem Anteil von ca. 20% an der Stromversorgung auch nicht in diesem Umfang notwendig, wie sie das in Ihrem Beispiel aufführen. Ihnen ging es doch ursprünglich um Netzstabilität, oder ?



  • Einfach mal nach den Wort Lageenergiespeicher suchen da findet man ein sehr effizentes Speicheren von Energie. Mehr noch man könnte mit Hilfe der Natur ( Zeitliche Abläufe ) gut mit anderen zur Verfügung stehenden Energiequellen zusammenarbeiten. Genau da liegt die eigentliche Intelligenz.



  • Die Messen Inter-Solar in München als auch die iWorld in Essen haben gezeigt, das die Speicherung von Energieüberschüssen aus regenerativer Erzeugung (Wind, PV, etc.) enorm wicht, aber derzeit leider zu teuer sind. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten, machen Energiespeicher derzeit noch keinen Sinn. Damit ist nicht die Speicherung an sich in Frage gestellt. In einem aktuellen Projekt speisen wir z.B. den erzeugten Gleichstrom der PV-Anlage direkt in die USV-Anlage ein und verzichten dabei auf Wechselrichter und die Netzeinspeisung. Die gesamte Infrastruktur des Rechenzentrums wird mit 380VDC (Gleichstrom) betrieben. Daher haben wir uns intensiv mit dem Thema Speicherung auseinandergesetzt. Hier ist die Wissenschaft und die Industrie gleichermaßen gefordert, günstigere Speichersysteme zu entwickeln.


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