Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen



  • Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen

    Um die Anzahl der Server zu reduzieren planen wir die Virtualisierung von Datenbanken. Im Einsatz sind heute verschiedene Editionen von Oracle und des SQL Servers.
    Wer hat Erfahrung bei der Migration von Datenbanken in virtuelle Umgebungen?



  • Die zentrale Frage beim Einsatz eines Datenbankmanagementsystems in einer virtuellen Umgebung ist die, nach dem Support. Da die in den Datenbankmanagementsystemen verwalteten Datenbeständen meist zu wichtigsten im Unternehmen zählen, muss diese Frage vorab geklärt sein, denn wer möchte eine Datenbank produktiv betreiben, wenn er dafür keinen Support erhält.
    Oracle hat seine Datenbank (ab der Version 10.2.0) und die zugehörigen Tools ausschließlich für den Betrieb auf den eigenen virtuellen Umgebungen unter OracleVM freigegeben. In einem weiteren Dokument findet sich dann aber der Hinweis, dass für den Betrieb von Oracle Linux auch VMware und Xen als Hypervisor unterstützt werden. Auch bezüglich des Supports ist man sich bei Oracle wohl nicht ganz schlüssig und verweist darauf, dass der Oracle-Support den Kunden bei Problemen im VMware-Umfeld dennoch unterstützt, der Kunde das Problem aber unter Umständen auf nicht virtualisierter Umgebung nachstellen muss.
    Ähnliche Aussagen gibt es auch von Microsoft. Auch Redmond will ausschließen, dass die Virtualisierungsschicht auf der die virtuelle Maschine aufsetzt, die Ursache für die Probleme darstellt. Infolgedessen ist der Support für VMware von Microsoft nur mit Einschränkungen zu sehen. Schließlich hat Redmond mit dem Hyper-V nun einen eignen Virtualisierungslösung im Angebot.
    Andererseits hat SAP bereits im Dezember 2007 angekündigt, VMware als Hypervisor für die Application Server zu unterstützen. Auch IBM unterstützt den Betrieb von DB2 LUW auf einer virtuellen Linux-Umgebung.



  • :hoch: Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen

    Replikation der DB vs. Storage-Replication

    Datenbanken bieten heute Vorkehrungen zur Replikation der Daten über mehrere System oder Standorte. Vergleichbare Funktionen finden sich aber auch in den Speichersubsystemen. Daher stellt sich die Frage, ob man zur Replikation nun auf die Funktionen der Datenbankmanagementsystem oder der Speichersystem zurückgreifen sollte? Prinzipiell können die vorhandenen Technologien im Bereich Replikationen in der Virtualisierung transparent weiter genutzt werden.
    Die Datenbankverfahren zur Replikation bzw. Datenbank Spiegelung bieten allerdings eine andere Granularität als die Verfahren der Storage Replikation und können somit andere Gefahren abdecken, wie zum Beispiel Fehlbedienung wie das versehentliche Löschen von Tabellen oder Benutzerobjekten in der Datenbank.


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