Das spricht für Lithium-Ionen- statt Bleibatterien in USV-Anlagen



  • Schwankt die Stromzufuhr im Datacenter, sorgen USV-Anlagen für reibungslosen Energiefluss. Statt mit klassischen Bleisäurebatterien lassen sie sich auch mit kompakteren und leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Akkus betreiben. In fünf Jahren könnten diese gar flächendeckend zum Einsatz kommen.

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  • Wie sieht es mit den folgenden Punkten aus:

    1. Warum ist bei Li-Ion keine Kühlung notwendig? Laut Hersteller ist der vorgesehene Temperaturbereich 20-25°C (besser 15°C)?
    2. Warum werden Li-Ion Batterien immer mit 10 Jahres VRLA Batterien verglichen? Es gibt mittlerweile auch VRLA Rein-Blei Batterien mit 15 Jahre Design-Life die ebenfalls entsprechende Werte aufweisen. Nur ca. die Hälfte kosten, zudem recycelbar sind und nicht das Brandproblem haben. Zumindest können sie mit den bekannten Löschmitteln gelöscht werden, sollte es zu einem Brand kommen.
    3. In der Literatur finden sich hinweise das auch Li-Ion Batterien gasen können. Ist dem so?
    4. Zudem wird das Thema Brandgefahr bei Lithium-Eisenphosphat-Batterien von Experten genauso gesehen wie bei anderen Li-Ionen Batterien. Der Unterschied ist nur der Zeitpunkt. Auch hier ist der Elektrolyt eine leicht entzündliche organische Flüssigkeit, bei höheren Temperaturen dann ein leicht entzündliches Gas.
      Aus meiner Sicht sind die aktuellen Vorteile in der Leistungsdichte und der entsprechend kleineren Aufstellfläche zu sehen. Und das zurzeit noch keine Be- und Entlüftung zwingend vorgeschrieben wird. Aber eine Kühlung bzw. einen kühlen Aufstellplatz sollte man schon wählen. Zudem muss zwingend das Brandschutzkonzept geklärt sein.


  • Hallo, ich kann nur hoffen, dass Lithium-Ionen Technologie für Standby Power (z.B. herkömmliches RZ) NICHT zum Einsatz kommt. Wie im Artikel zu lesen, ist das Recycling NICHT geklärt und wird immer schwierig bleiben. Der Stoffmix ist kompliziert! Ja, Lithium hat Vorteile, aber die werden im RZ konventionell nicht benötigt! Thema Flächenvorteil ist genauso Quatsch wie der Effizienzvorteil. Die Lebensdauer von vernünftigen Bleibatterien ähnelt denen von vernünftigen Lithium-Inonen Batterien (Achtung! Die Lebensdauer von Li-Ion Batterien steht und fällt auch mit der Qualität des BMS. Jede braucht das zwingend und auch dieses kann ausfallen. Blei braucht das nicht zwingend!!).
    Wichtig ist, dass solche Anlagen mit hochstrom ladefähigen Batterien -wenn sie dann schon mal da sind- das Stromnetz entlasten und am Strommarkt teilnehmen. Wir werden bald nicht mehr genug Strom haben und nur noch bei Wind und Sonne rechnen oder Stahl schmelzen oder sonstiges. Es nutzt nichts, wenn im Mittelwert mit Wind und Sonne alles versorgt werden kann. Ein Augenzwingkern zu viel oder zu wenig Energie kann in den Blackout führen. Das Stromnetz der Zukunft muss dezentral stabilisiert werden!
    Vielleicht ist ein Punkt, den wir aus der Corona Pandemie lernen, dass wir endlich mal miteinander und füreinander denken.
    Falls dazu Fragen sind: Wir haben die Maschinen mit USV und Netzstützung lieferbereit. Auch mit Lithium second life Batterien. Smart Grid kann gleich heute bei Ihnen anfangen.
    Viele Grüße
    v.liebenhagen(at)riello-powersystems.de



  • von: Andreas Rockenbauch

    "Sehe ich leider genauso. Solange es keine vom VDS genehmigten Lösungen gibt, gibt es zumindest in Gebäuden eine erhöhte Brandlast. Weiterhin ist durch lokale Zuständigkeit der Branddirektionen momentan eine Willkür im Genehmigungsverfahren gegeben. Frankfurt sagt nein, Offenbach vielleicht und Hanau ja. Scheinbar ein Vorschriften und Normen freier Raum."



  • von: Dirk Doormann

    "Und das ist ja nur ein Teil der Geschichte, Herstellung und Entsorgung ?"


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