„Ich kann die Entscheidung von Amsterdam gut verstehen“



  • Interview mit dem stellvertretenden Leiter des Frankfurter Energiereferats zu Umweltauflagen für Datacenter
    „Ich kann die Entscheidung von Amsterdam gut verstehen“

    Der Schock Amsterdam sitzt in der Branche tief. Vorerst für ein Jahr wird es aus energetischen und Umweltgründen keine neuen Rechenzentren in Stadt und Umland dieses bedeutenden europäischen Datacenter-Hotspots geben. Über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Amsterdam und Deutschlands Standort Nr. 1 – Frankfurt am Main – sprach DataCenter-Insider mit dem stellvertretenden Leiter des Frankfurter Energiereferats, Paul Fay.

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  • Hallo Herr Fay,
    wir, als RZ-Betreiber, würden eine HPC gerne mit warmen Wasser (Rücklauf 60°C) kühlen und die Abwärme der Fernwärme zur Verfügung stellen. Es gibt aber ein Problem, die Wasserkühlung kostet Geld. Je mehr Abwärme sie aus den IT-Systemen in das Wasser überführen wollen, desto mehr müssen sie in Kühl-Infrastruktur investieren. Es gibt Anbieter, die können bis zu 100% der Wärme eines IT-Systems mit Wasser kühlen. Wenn sie bei einem festen Budget 500 Rechenknoten bekommen, dann bekommen sie für das gleiche Geld bei einer 100%igen Wasserkühlung nur noch 350 Rechenknoten. Damit verlieren sie sehr viel Rechenleistung. Ja, sie sparen Betriebskosten, aber das ist den Betreibern einer HPC relativ egal. Denn die Betriebskosten werden nicht von den HPC-Betreibern getragen, sondern kommen aus einem anderen „Topf“. Hier sollte, von wem auch immer, über eine externe Förderung nachgedacht werden.


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