Deutsche Rechenzentren zahlen die höchsten Stromkosten in Europa



  • Sechsmal höhere Steuern, Abgaben und Netzentgelte als in Niederlanden und Schweden
    Deutsche Rechenzentren zahlen die höchsten Stromkosten in Europa

    Rechenzentren in Deutschland müssen europaweit am meisten für Strom bezahlen. Die Kosten sind bis zu sechsmal höher als in Nachbarländern. Und: Stromkosten machen rund die Hälfte der Betriebskosten aus. Das ist das Ergebnis einer Preisanalyse des Digitalverbands Bitkom, bei der die Stromnebenkosten verglichen wurden.

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  • Solange die Energieeffizienzfrage bei Serverbetreiber keine große Rolle spielt, sollten sie auch keine Steuer- und Abgabennachlässe gewährt bekommen. Ein PUE von 2 gilt immer noch als energieeffizient, wobei realisierte Beispiele zeigen, dass ein PUE von um die 1 möglich ist. Das halbiert schon mal die Stromkosten.
    Weiter kommt man, wenn man realisiert, dass die Abwärme der Server eine wertvolle Energiequelle ist und die Energy Reuse Effectiveness ERE betrachtet. Die Schweden sind da weiter aber auch noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten.
    Ein Datacenter auf dem flachen Land in Norwegen kann leichter einen PUE von1 erreichen, aber auch nur einen ERE von 1. Ein Datacenter im dichtbesiedelten Deutschland kann einen ERE von unter 1 erreichen. Dann könnten auf einmal die hohe Besiedelungsdichte und die „hohen“ Energiepreise zum Standortvorteil werden, zusammen mit den kürzeren Latenzzeiten.


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