Sparc Supercluster schwebt mit Flash Arrays in neuen Leistungsdimensionen



  • Mit neuer Prozessor-Architektur schlägt Oracle SPARC VII+ den IBM Power7
    Sparc Supercluster schwebt mit Flash Arrays in neuen Leistungsdimensionen

    Oracle hat die SPARC T- und die Sun SPARC Enterprise M-Familie überarbeitet. Damit sind wichtige Meilensteine erfüllt, die das Unternehmen in seinem Fünf-Jahres-Plan für SPARC Solaris-basierte Systeme festgeschrieben hat.

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  • IBM Expertenkommentar:

    Täuschen, Tricksen, Tarnen: Zur Berichterstattung in IT-Business über den neuen Oracle-Benchmark

    von: Hans-Peter Winter, IBM Competitive Leader

    Enterprise-Computing und Praxisorientierung im IT-Betrieb sind etwas völlig anderes als das Erschaffen von Benchmark-Monstern. Dies zeigt der aktuelle tpmCI-Benchmark, den Oracle mit einem absurd komplexen System zusammengeschustert hat, zusammen mit Taschenspielertricks im Pricing. Den Schaden hat der Kunde, dem etwas vorgegaukelt wird, währenddessen es im Markt längst praxiserprobte Lösungen gibt, die die Anforderungen im täglichen Betrieb hervorragend und wirtschaftlich vielfach besser erfüllen.

    Oracle hat jetzt in seinem Benchmark ein neues tpmCI-Ergebnis vorgelegt mit ca. 30 Mio.Transaktionen pro Sekunde - auf den ersten Blick eindrucksvoll, beim Blick auf die Details aber nicht mehr: Zuerst - Oracle mußte einen Cluster aus 27 Sun-Systemen bauen, um den bisherigen Benchmarkrekord mit 3 IBM Power 780-Systemen abzulösen. Diese Installation hat einen Hardware-Preis von 30 Mio. Dollar, davon alleine circa 22 Mio. Dollar für SSD-Speicher. Sehr praxisnah. Abgesehen davon, daß das beworbene System erst nächstes Jahr verfügbar wird, mußte Oracle darüber hinaus die eigenen Softwarekosten in den Lizenzbedingungen halbieren, um das System wettbewerbsfähiger als DB2 aussehen zu lassen. Konkret: Um DB2 im Preis zu unterbieten, mußte Oracle den eigenen Prozessor-Corefaktor um 50 auf 0,25 absenken und eine Kurzfristlizensierung der SW wählen, im anderen Fall wäre das Ergebnis 37 teurer gewesen als die aktuelle Version mit DB2.

    IT-Abteilungen brauchen in der Praxis Skalierbarkeit, nicht höhere Komplexität. Und dabei schneidet die Kombination aus IBM POWER7 und DB2 herausragend ab. Im Vergleich zu Oracles jüngst publizierten Ergebnissen, verarbeitet DB2 mehr als dreimal so viele Transaktionen pro Core als Oracle (IBM TPC-C Benchmark-Results 17. August vs. Oracle TPC-C vom 2. Dezember). DB2 ist die bisher einzige Software, mit der über 1 Mio Transaktionen pro Minute zu weniger als $0.70 pro Transaktion möglich sind, und DB2 hält noch immer den höchsten tpmCvi-Wert pro Core.

    Unter diesen Aspekten gesehen zeigt der Oracle-Benchmark, zu welchen extremen Tricks man greifen mußte, um hier sich nach vorn zu schieben. Um es einmal deutlich zu sagen: Wenn Oracle normale SW-Voll-Lizenzen verwendet hätte, die auch Kunden bezahlen und die IBM in ihren Benchmarks nimmt, und den Multiplikator für den hauseigenen Prozessor nicht halbiert hätte, betrügen die Software-Kosten im Oracle-Benchmark allein jetzt über 70 Millionen Dollar.

    Und damit ist der Preis dieses Benchmarks für die gesamte Branche viel zu hoch.


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