Heimvorteil für City Cloud Database Service gegenüber Amazon S3

Cloud versus Patriot Act – Die Daten bleiben hier!

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die City Clouds

Das Unternehmen City Network, das bisher bereits Dienstleistungen wie Cloud-Hosting, dedizierte Umgebungen sowie Shared-Hosting- und Domain-Services anbietet, hat zugegriffen. Gemeinsam mit Severalnines setzt der Provider einen „City Cloud Database Service“ auf, der von rein europäischen Unternehmen realisiert und betrieben werden soll.

Mit dem MySQL-basierten Angebot können Kundenunternehmen die Konfiguration und Verwaltung ihrer Datenbanken auslagern und zahlen nur für das, was sie nutzen. Der Dienst basiert auf der City Cloud Computing-Plattform von City Network und befindet sich im Beta Stadium.

Doch interessierte Unternehmen können sich per Mail per Mail an dbaas@citycloud.eu für eine Teilnahme am Beta-Programm melden. Der Service ist während der Beta-Phase, die bis Anfang 2012 laufen wird, kostenlos.

Die Vorteile eines Datenbank-Service

Die Vorteile des Dienstes sind nach Darstellung der Anbieter:

  • Web-Interface für einfaches Provisioning
  • Null Wartung oder Verwaltung: Backups, Patch-Management und Replikation sind voll automatisiert
  • Performance Management: Benutzer haben Einblick in Top-Abfragen und können Drill-down in die Performance starten
  • Hohe Verfügbarkeit: Ausfälle werden automatisch zur Minimierung von Down-time bearbeitet
  • Skalierbarkeit: mehrere Instanzen können per Mausklick hinzugefügt werden
  • Umfassende Benutzeroberfläche für die Verwaltung von Datenbanken sowie Datenimport- und Export-Funktionalität zur Steuerung von MySQL-Datenbanken in der Cloud.

Darüber hinaus könnten Kunden in der EU beruhigt Cloud-Services verwenden, denn die vollständige Einhaltung der EU-Richtlinie zum Datenschutz 95/46/EG wird sichergestellt und der US Patriot Act ist nicht anwendbar, so der Anbieter.

Johan Christenson, Chairman von City Network, sagt: „Durch einen zur Gänze ausgelagerten Datenbank-Service können unsere Kunden noch mehr von der Cloud profitieren. Ich bin sicher, dass ein Service, der lokal in der EU betrieben wird, in EU-Besitz steht und voll konform mit EU-Datenschutzgesetzen ist, ganz besonders attraktiv für europäische Unternehmen sein wird.“ Darüber hinaus könnten US-Unternehmen mit europäischen Niederlassungen auch von geringeren Latenzzeiten einer lokal betriebenen Lösung profitieren“, setzt er hinzu.

Verschlüsselung statt europäischer Cloud?

Eine ganz andere Lösung des Problems mit dem Patriot Act hält Michael Kranawetter, CSA bei Microsoft, parat. Er schreibt im TechNet Blog Deutschland: „Alles, was in die Cloud gelangt, gehört zuvor verschlüsselt. Und zwar nicht nur, weil US-Gesetze einen eventuellen Transfer der Daten verlangen können. Sondern weil per Internet zugängliche Daten in jedem Fall einem erheblich höheren Risiko ausgesetzt sind als Inhalte, die im eigenen Rechenzentrum kontrolliert werden können.“

Er weist zudem darauf hin, dass die TU Darmstadt durch Analyse von virtuellen Maschinen, die in Amazons Cloud-Diensten gehostet wurden, festgestellt hat, dass viele Anwender schon beim Einrichten der virtuellen Maschinen (VMs) elementare Sicherheitsmechanismen außer Acht ließen. Da liege es nahe, auch das Verschlüsseln von Daten und Datenbanken zu vergessen.

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