Die IT-Cloud für Elektroautos

Cloud-System hilft beim Aufbau von E-Car-Lade-Infrastrukturen

26.10.2011 | Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Ein Tesla Roadster und ein Mitsubishi iMiEV laden an den E.ON Stromtankstellen im Parkhaus Elisenhof in München. Bild: E.ON
Ein Tesla Roadster und ein Mitsubishi iMiEV laden an den E.ON Stromtankstellen im Parkhaus Elisenhof in München. Bild: E.ON

Eine Cloud eignet sich besonders gut für die Ladesäulen-Infrastruktur

Als DV-System im Hintergrund agiert eine Cloud-Lösung, die Logica für e-laad entwickelte, wobei das Grundkonzept auch bei anderen Kunden in das Design eingepasst werden kann. „Eine Cloud eignet sich für derartige Anwendungen besonders gut“, erklärt Guido Pelzer, bei Logica für das Produktmanagement Elektromobilität zuständig. „Sie ist mandantenfähig, nutzt IT-Ressourcen besonders effizient, ist nahezu unbegrenzt skalierbar und ermöglicht die sichere Trennung unterschiedlicher Dateninhalte.“

Deshalb, so Pelzer, sei eine Cloud-Infrastruktur prinzipiell auch imstande, später weitere Sektoren eines multimodalen Verkehrssystems mit zu integrieren, beispielsweise Ladestationen für E-Fahrräder, Carsharing-Systeme und öffentliche Verkehrsträger. Anbieter von Verkehrsleistungen können ein für sie passendes Cloud-System auf Basis der jetzt im Einsatz befindlichen Grundkonstruktion zur Verwaltung ausschließlich ihrer eigenen Infrastruktur und Kunden nutzen oder Kooperationspartner beliebig einbinden.

Das installierte System besteht derzeit nur aus zwei Rechnern in zwei unterschiedlichen Rechenzentren, was Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit garantiert. In der Anfangsphase wird es von Logica betrieben, kann jedoch später auch an Anbieter der Lade-Infrastruktur übergehen, oder aber von Logica weiter betrieben werden.

Die Technische Grundlage kommt von Microsoft

Die konsequent Microsoft-basierende Lösung deckt alle Bereiche der Ladeinfrastruktur verwaltungstechnisch ab: von der Integration neuer Zapfsäulen-Anbieter bis hin zum Abrechnen der getankten Kilowattstunden. Dabei werden die Profile der Nutzer getrennt von den Daten der Zapfsäulen gehandhabt.

Der Verknüpfungstatbestand zwischen den beiden Datenbanken ist eine Nutzeridentifikation. Alle niederländischen E-Charging-Nutzeridentifikationen werden in einem von niederländischen Behörden aufgebauten und betriebenen Verzeichnis, dem „Chargepoint Interoperability Register“, gespeichert.

Das Verzeichnis dient als eine Art Clearinghouse und wurde als Beratungsleistung wie das Cloud-basierende CiMS (Chargepoint Interactive Management System)von Logica entwickelt.

weiter mit: Die Schnittstelle zum Autofahrer

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2053242 / Hardware)