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D-Link wappnet sich für Cloud Computing Cloud Computing und Virtualisierung – hohe Anforderungen für die Netzwerke

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Design und Aufbau von Netzwerken sind im Umbruch: Cloud Computing, Virtualisierung, IPv6 und IP-Storage sind hierfür die wichtigsten Triebfedern und machen auch eine Anpassung der Netzwerkbaugruppen erforderlich.

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Redundanz auf allen Ebene im D-Link DGS-7106: vier hot-swapable IO-Module und zwei hot-swapable Control-Module.
Redundanz auf allen Ebene im D-Link DGS-7106: vier hot-swapable IO-Module und zwei hot-swapable Control-Module.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zu den größten Umwälzungen, die derzeit in der IT vor sich gehen zählt zweifelfrei die Virtualisierung jeglicher IT-Ressourcen. Dies gipfelt in den Techniken, die mit der Cloud assoziiert werden. Das eigentliche Ziel ist dabei eine weitgehende Automatisierungen und Dynamisierung der IT-Dienste. Die starre Trennung von Server, Storage oder Netzwerk wird dabei aufgehoben. Die Teile werden wieder zusammenwachsen und müssen dynamisiert werden. Physische Switches, Router und die Kabel bzw. Glasfaser wurden bisher alleine durch die Netzwerktruppe verwaltet. Beim virtuellen Switch in einem ESX-Server oder Hyper-V lässt sich dies aber nicht mehr so eindeutig regeln: liegt er in der Verantwortung des VMware-Administrators oder der des Netzwerkprofis?

Interdisziplinäre Fehlersuche

Gleiches gilt für die Aspekte der Fehlersuche, der Laufzeitoptimierung, der Überwachung und alle anderen netzbezogenen Aspekte. Wenn zwei virtualisierte Server, die auf verschiedenen Hosts ausgeführt werden kommunizieren sollen, so berührt das mehrere Ebene: Das Betriebssystem des Quellservers, den Virtualisierungshost, das Bladelink-Chassis-NIC, wenn der Host in einen Blade ausgeführt wird, die Top-of-Rack Switches des Racks in dem das Blade steckt, die Core Switches, wenn der Zielserver nicht im gleichen Rack ist, das Netzwerkbackbone und dann auf dem Zielsystem die ganze Palette ein zweites Mal, aber in umgekehrter Reihenfolge.

Zwar wird man Server, die viel kommunizieren müssen, möglichst nahe beieinander platzieren, der Trend zur Cloud-Nutzung, zur Dynamisierung der IT und zu virtuellen Servern aber führt zu gegenläufigen Tendenzen. Das Ziel dabei ist eine bestmögliche Ausnutzung der Serverhardware – wenn notwendig auch aus der Cloud. Dabei kann keine Rücksicht auf die Nähe der Server zueinander genommen werden. Es wird stattdessen ein „freier“ Sever gesucht und darauf die „Last“, die dann in Form einer virtuellen Maschine auftritt „deployed“. Um eine leistungsgerechte Kommunikation müssen sich dann die Netzwerke kümmern.

Änderungen der Netzwerke

Die Hersteller von Netzwerkbaugruppen müssen sich diesen Trends anpassen und ändern daher momentan ihre Produkte und Konzepte. Virtual Connect von HP, Juniper QFabric oder etwa Direct Attach von Extreme Networks sind die Antworten darauf.

Auch D-Link erneuerte kürzlich eine Reihe seiner Produkte. Die Chassis-Serie DGS-6600 und DGS-7100 sind darauf ausgerichtet die zukünftigen Anforderungen besser abzudecken. Um mehrere virtuelle Maschinen parallel zu bedienen wird die Leistung auf 10 Gigabit gesteigert. Die starre Zuordnung als Core- oder Top-of-Rack Switch wird aufgehoben. Die Switches lassen sich stattdessen in unterschiedlichen Anwendungsszenarien betreiben. Redundante Netzteile sorgen für Ausfallsicherheit, einem Muss bei der Konsolidierung von virtuellen Systemen. Ferner gibt es Unterstützung für IPv6, PoE und erneuerte Netzwerkprotokolle wie VRRP oder OSPF.

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