IDC‐Studie: IT und Business setzen auf Virtualisierung

Client -Virtualisierung in Deutschland weiter auf Wachstumskurs

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Die Hürden heißen Sicherheit, Kosten und Komplexität

Sicherheitsbedenken rangieren bei den Unternehmen mit einer Wichtigkeit von 2,4 ganz oben auf der Contra‐Liste gegen die Einführung von VCC. Interessanterweise ist die Verbesserung der IT‐ Sicherheit zugleich auch der größte Antriebsfaktor dafür. Auf der Hand liegt, dass man einen anderen Sicherheitsstandard benötigt, wenn mehrere virtuelle Clients auf einer physischen Hardware laufen, da die Auswirkungen im Falle des Falles bedeutend weitreichender sein können, als in einer herkömmlichen, dezentral betriebenen IT‐Infrastruktur. Aus diesem Grund sind 71 Prozent der befragten IT‐Verantwortlichen der Meinung, dass für virtuelle Client‐Umgebungen spezielle Sicherheitslösungen erforderlich sind.

Des Weiteren nennen die befragten IT‐Verantwortlichen kostenrelevante Hürden, wie etwa zu hohe Software‐Lizenzgebühren (2,5), die allgemeine Budgetsituation (2,5), fehlende personelle IT‐ Ressourcen (2,6) und steigende Storage‐Kosten im Rechenzentrum (2,6), die gegen eine Einführung von VCC sprechen.

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Performance‐bezogene Herausforderungen, etwa die zu geringe Leistungsfähigkeit der vorhandenen IT‐Infrastruktur (2,6), die zu einer komplexen und aufwendigen Implementierung der Client‐ Virtualisierung (2,6) führen kann, werden ebenfalls als Hindernis betrachtet.

Wenn Daten und Applikationen durch Client‐Virtualisierung zentral über das Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden, so sind entsprechende IT‐Kapazitäten erforderlich. So bewerten 62 Prozent der IT‐Verantwortlichen den Aufwand bei der Implementierung im Rechenzentrum und 52 Prozent im Netzwerkbereich als am größten. "Virtualized Desktop und Client Computing können deshalb nicht isoliert von der übrigen IT‐Umgebung betrachtet werden", gibt IDC‐Analyst Kraus zu bedenken. "Die komplette IT‐Infrastruktur muss analysiert und mögliche Anpassungen sollten frühzeitig eingeplant werden."

Fazit

IT‐Entscheider aus deutschen Unternehmen haben sich offenbar mit Virtualized Desktop und Client Computing befasst und den Nutzen erkannt. Das wichtigste Motiv pro VCC ist dabei die Gewährleistung von Sicherheit, an zweiter Stelle steht die Reduzierung des Administrationsaufwands. Das Business hingegen schätzt im Hinblick auf Client Virtualisierung das flexible und mobile Arbeiten als ausserordentlich wichtig ein, ermöglicht durch die geräte‐ und betriebssystemunabhängigen Nutzung von Firmen‐Applikationen. Auf der Contra‐Seite stehen die nicht unerheblichen Aufwendungen bei der Implementierung und für die Gewährleistung der Sicherheit, die dafür sorgen, dass sich die Investitionen in eine Client Virtualisierung nach Ansicht der meisten Befragten eher mittel‐ als kurzfristig amortisiert. Doch offensichtlich überwiegen die bereits realisierten oder in Aussicht gestellten Vorteile. So gab ein Großteil der Unternehmen zu Protokoll, die Budgets für Client‐Virtualisierung in den nächsten zwölf Monaten entweder zu erhöhen oder erstmalig zu investieren. Die Richtung ist also klar, das Tempo bleibt noch abzuwarten.

Anwenderunternehmen können ab dem 20. Februar 2013 eine kostenfreie Zusammenfassung der Studie unter anfordern.

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