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Cisco und Google entwickeln gemeinsame Hybrid-Cloud

| Redakteur: Ulrike Ostler

Cisco und Google schieben ihre Clouds zusammen. Herauskommen soll ein gemeinsames Hiybrid-Cloud-Angebot mit Enterprise-Sicherheitsstandards.
Cisco und Google schieben ihre Clouds zusammen. Herauskommen soll ein gemeinsames Hiybrid-Cloud-Angebot mit Enterprise-Sicherheitsstandards. (Bild: gemeinfrei: geralt/ Pixabay / CC0)

Gestern haben Cisco und Google eine Partnerschaft zur Bereitstellung einer hybriden Cloud angekündigt. Dadurch erweitert sich das Multicloud-Portfolio von Cisco um die offenen Technologien von „Google Cloud“ – „Kubernetes“, „Istio“ und „Apigee“ inklusive. Das komplette Angebot kommt per „Google Cloud“, Cisco und den Cisco-Partnern auf den Tisch des Kunden.

Cisco und Google Cloud bieten nach eigenen Angaben „einzigartiges und offenes“ Hybrid-Cloud-Angebot, mit dem Anwendungen und Dienste in lokalen Umgebungen und in der Google Cloud Plattform bereitgestellt, verwaltet und gesichert werden können. Cloud-Speed und -Skalierbakeit auf Enterprise-Sicherheitsniveau ist eines der avisierten Ziele. Zudem sollen die Kunden ihre Cloud- und On-Premise-Infrastrukturen besser auslasten können.

Sie können über das Angebot Workloads steuern, sichern und überwachen, ihre Cloud-Migration in ihrem eigenen Tempo planen und eine Herstellerbindung verhindern. Außerdem wird es leichter, neue Anwendungen in der Cloud oder On-Premise zu entwickeln. Den Kunden stehen in der eigenen Umgebung und in der Cloud die gleichen Entwickler-Tools, die gleiche Laufzeit in der gleichen Produktionsumgebung zur Verfügung.

So sagt Diane Greene, CEO von Google Cloud: „Mit der gemeinsamen Lösung von Google und Cisco können Kunden einfach und Schritt für Schritt die Vorteile der Cloud nutzen. Das ist das, was unsere Kunden nachfragen.“

Das gemeinsame Hybridangebot soll Entwickler bei der Nutzung von Managed Kubernetes unterstützen, beim Einsatz des GCP-Servicekatalogs, der Cisco-Netzwerkfunktionen und -Sicherheit sowie der Istio-Authentifizierung und Service-Mesh-Überwachung. Letztlich sollen Entwickler sicher auf Cloud-APIs zugreifen und Cloud-Entwickler sicher auf Unternehmens-APIs und lokale Ressourcen zugreifen können.

Als Highlights nennen die Partner:

  • Orchestrierung und Verwaltung – Richtlinienbasierte Kubernetes Orchestrierung und Lifecycle-Management von Ressourcen, Anwendungen und Services in hybriden Umgebungen
  • Vernetzung – Netzwerkrichtlinien und -konfigurationen lassen sich auf mehrere lokale und Cloud-Umgebungen ausdehnen
  • Sicherheit – Sicherheitsrichtlinien können erweitert und Anwendungen überwacht werden
  • Sichtbarkeit und Kontrolle – Netzwerk- und Anwendungsperformanz und -automatisierung sind in Echtzeit zu überwachen
  • Cloud-fähige Infrastruktur – Hyperkonvergente Plattform unterstützt herkömmliche und Cloud-native Kubernetes-Umgebungen
  • Service Management mit Istio – Die Open-Source-Lösung bietet eine einheitliche Möglichkeit zum Anbinden, Sichern, Verwalten und Überwachen von Micro-Services
  • API-Verwaltung – Die API-Verwaltung von Google Apigee auf Enterprise-Niveau ermöglicht Legacy-Workloads, die vor Ort ausgeführt werden, um über APIs eine Verbindung zur Cloud herzustellen
  • Developer Ready – Das „DevNet Developer Center“ von Cisco stellt Tools und Ressourcen für Cloud- und klassische Enterprise-Entwickler bereit, um Software für hybride Umgebungen schreiben zu können
  • Unterstützung – Der technische Support wird für das Angbeot gemeinsam koordiniert.

Die Hybrid-Cloud von Google und Cisco wird Anfang 2018 für eine begrenzte Anzahl von Kunden zur Verfügung stehen. Die Unternehmen rechnen mit der allgemeinen Verfügbarkeit im Laufe des Jahres 2018.

Zur Unterstützung dieser Partnerschaft bietet DevNet – das Cisco Developer Network – eine Reihe von Tools für Unternehmen und IoT-Entwickler, um Open-Source-Technologien zu testen, hybride Cloud-Lösungen zu entwickeln und Chancen im IoT-Bereich zu nutzen. Die Cisco „DevNet Sandbox“ etwa bietet sofortigen Zugriff auf Entwicklungsumgebungen (Hardware- und Software).

Entwickler können mit Kubernetes und Containernetzen mit „Contrive“ in der Sandbox beginnen oder einen DevNet-Lernpfad für Cloud-native Entwicklung oder Edge Computing nutzen. Darüber hinaus haben Entwickler, die Google Cloud nutzen für den Zugriff auf eine Fülle von Informationen, Tools und Dokumentationen.

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