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Studie von Gartner und VMware zur Rolle der IT-Lenker CIO als Business-Transformator

Redakteur: Ulrich Roderer

Der moderne CIO hat eine neue Rolle: Als Broker zwischen dem Unternehmens-Management und den Services seiner IT und der Cloud. Er muss in der Lage sein, Transformation im Unternehmen zu unterstützen und zu initiieren. Produktivität heißt das Gebot der Stunde, nicht Kosteneffizienz. Die sollte ein CIO schon erreicht haben.

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Der Wert der IT wir d heute nach ihrem Beitrag zur Produktivität des Unternehmens gemessen.
Der Wert der IT wir d heute nach ihrem Beitrag zur Produktivität des Unternehmens gemessen.

IT-Manager müssen heute sichtbar zu Produktivität und zum Erfolg des Unternehmens beitragen: “Einige Unternehmen verlangen von der IT bereits eine aktive Beteiligung an der Umsatzsteigerung, ein Novum in der Historie der IT“, sagt Joe Baguley, Chief Cloud Technologist VMware.

Die IT–Strategie greife zu kurz, wenn sie sich nur auf das Bereitstellen von Services begrenzt, die nicht mehr als das Funktionieren des Unternehmens garantieren. Nach Gartner haben Virtualisierung und Cloud Computing ein neues Produkt erzeugt: IT as a Service (ITaaS). Cloud Computing ist die essentielle Strategie für Geschäftstransformationen.

Die neuen Prioritäten eines CIO:

  • Systeme und Lösungen ausliefern, die einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erbringen, nicht nur Support
  • Produktivitätssteigerung und IT-getriebene Umsätze
  • Unterstützung von Consumerization, nicht ihre Limitierung
  • positiver Beitrag zur Organisation, raus aus der Kostenstellenmentalität
  • Wertschöpfer werden

“Führende Unternehmen haben ihre Kosten- und Effizienzaufgaben bereits erledigt und konzentrieren sich jetzt auf die Verbesserung der Kundenerfahrung”, sagt Baguley. „Die Mobilität ist heute ein Benchmark für jeden CIO und zeigt an, ob das Unternehmen erfolgreich zu einem Marktführer geworden ist.“

IT as a Service (ITaaS)

Die IT-Budgets werden laut Gartner kaum steigen, teils liegen sie sogar unter der Inflation. Deshalb sind CIOs gefragt, die nicht sparen, sondern die Ressourcen in neuen Projekten allozieren. Die allgemeine Verfügbarkeit von IT-Ressourcen auf Service-Basis erzeugt eine agilere Organisation mit geringeren Betriebskosten und weniger Downtime.

CIOs müssen sich jetzt aktiv an der Produktivität des Unternehmens beteiligen und mit Hilfe der IT Umsätze erzeugen. Cloud Computing ist ein Baustein, mit dem IT-Manager einen Basis legen für die Transformation der IT hin zu ITaaS.

Die Konsolidierung der Backoffice-Systeme durch Cloud –Lösungen maximiert die Ressourcen und ermöglicht Mitarbeitern produktiver zu sein. Unternehmen, die früh die Virtualisierung implementiert haben, fahren jetzt die Vorteile ein und können einfach auf eine Cloud migrieren.

Änderung der Unternehmenskultur

Die Reife der IT-Organisation und die Aufgabe des CIO nach Gartner.
Die Reife der IT-Organisation und die Aufgabe des CIO nach Gartner.

Eine bestehende Infrastruktur zu optimieren ist nur ein Teil der Transformation der IT. Doch die Rolle der Infrastruktur ändert sich. Nicht mehr das Netzwerk steht im Zentrum, sondern Best Practises an Anwender über Service-Delivery-Plattform auszuliefern.

Die traditionellen Anwender entwickeln sich immer mehr zu Konsumenten. Sie fordern Zugang zu Applikationen und Daten auf allen möglichen Devices und diese Mehrwerte muss ein CIOs bereitstellen können. Dazu gehört qualitativ hochwertige Konnektivität und eine Applikationsbereitstellung von 24*7. IT als Lieferant von Services für Konsumenten ermöglicht es CIOs, ihre Rolle in der Transformation des Unternehmens aktiv zu spielen.

Die neue Rolle der IT-Manager

Jetzt ist die Zeit, in der CIOs sich aktiv an der Prosperität des Unternehmens beteiligen können. Laut Gartner sollten IT-Manager 10 Prozent des nächsten strategischen Planungszyklus darauf verwenden, Umsatz zu erzeugen. Dazu müssen sie die Einsatzgebiete identifizieren, in denen Cloud Computing und ITaaS ein Unternehmen nach vorne bringen und dieses dann mit dem Management umsetzen.

Der CIO heute und morgen

  • zeigt Engagement für das Front Office,
  • hält IT im Gleichklang mit dem Business
  • verändert die Unternehmenskultur,
  • sucht und bildet Mitarbeiter mit Cloud-Wissen
  • treibt Innovationen voran,
  • liefert immer zugängliche Plattformen
  • gestaltet Prozesse intelligente
  • nutzt Smart Sourcing von geeigneten Lösungen für Wachstum und Produktivität
  • nutzt ITaaS als Evolution, geht weg weg vom der It als reinem Kosten-Center hin zu Erzeugen von Unternehmenswerten
  • treibt das Unternehmenswachstum voran

Die IT als Umsatztreiber

Die IT kann sowohl durch bessere Infrastruktur, als auch durch geringere Kosten zum Geschäftsergebnis beitragen.
Die IT kann sowohl durch bessere Infrastruktur, als auch durch geringere Kosten zum Geschäftsergebnis beitragen.

Ein Beispiel für die neue Generation von CIOs ist nach Gartner Terry Kline, CIO von General Motors (GM): “Ich ziehe das Problem, wie ich mit IT Autos verkaufen kann, dem Problem vor, was zu tun ist, wenn eine Site oder ein Datacenter ausfällt", sagt dieser. Aus der Umfrage von Gartner geht zudem hervor, das bereits 33 Prozent der Befragten Unternehmen ihren CIOs spezielle Belohnungen für realisierte Umsätze gewähren. Weitere 24 Prozent wollen dies bis 2015 tun.

Auch ist der CIO als Unternehmer Realität. Wie Gartner betont, haben einige CIOs in der ganzen Welt bereits die Aufgabe, neue Geschäfte oder Märkte aufzubauen. Der neue CIO muss also nicht nur ein profundes Verständnis der Technologie-Entwicklung besitzen, sondern auch ein Lenker sein, der Verantwortung für die Umsatzentwicklung tragen kann.

Das Interesse an der geschäftlichen Entwicklung

CIOs müssen ihre technischen IT-Spezialisten umwandeln in Interessenten für das Geschäftliche, die ihr Verständnis des Unternehmens ständig erweitern. Change Automation, Cloud Services und die Vereinfachung von Plattformen sind die Bausteine einer neuen Architektur einer effizienteren Nutzung der IT.

Maruti Suzuki ist laut Gartner hierfür ein gutes Beispiel. Das Unternehmen erzielte eine Reduktion von 84 Prozent seiner Supply-Chain-Bestände und ermöglichte dadurch weiteres Wachstum.

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