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Data Center Interconnect Ciena rüstet Waveserver für Langstrecke

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Ciena macht den Switch „Waveserver“ zur Langstreckenplattform für Data Center Interconnect (DCI). Auf einer Wellenlänge überträgt das Produkt nun 100 Gigabit pro Sekunde über Entfernungen von mehr als 10.000 Kilometern.

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Der Waveserver agiert laut Ciena als eine Art Bandbreiten-Server und gewährleiste damit eine Server-ähnliche Implementierung und Bereitstellung.
Der Waveserver agiert laut Ciena als eine Art Bandbreiten-Server und gewährleiste damit eine Server-ähnliche Implementierung und Bereitstellung.
(Bild: Ciena)

Ursprünglich für Metronetze ausgelegt, bewältigt die Datacenter-Interconnect-Plattform praktisch alle möglichen Distanzen. Dabei nutzt der Hersteller erweiterte Funktionen des im System verbauten Chipsatzes „Wavelogic 3 Extreme“.

Neben den flexiblen Modulationsverfahren 16 QAM und QPSK beherrsche die DCI-Lösung künftig auch 8 QAM, teilt der Anbieter mit. Pro Wellenlänge ließen sich so 200, 100 respektive 150 Gigabit pro Sekunde übertragen. In heutigen Infrastrukturen könne die Plattform pro Wellenlänge 200 Gigabit pro Sekunde über Distanzen von mehr als 1.000 Kilometern liefern; bei Entfernungen über 10.000 Kilometern seien 100 Gigabit pro Sekunde erreichbar.

Weitere Software-Features

Zudem verspricht Ciena eine erweiterte Progammierbarkeit und zusätzliche Analytics-Funktionen. Damit sollen Kunden Netzwerkressourcen optimal nutzen und jederzeit die geringstmöglichen Übertragungskosten pro Bit erzielen.

Modulare Rack- und Stack-Installation des Ciena Waveserver.
Modulare Rack- und Stack-Installation des Ciena Waveserver.
(Bild: Ciena)

Im Detail verweist der Hersteller dabei auf eine Echtzeit-Überwachung von Netzwerkparametern, Soft-Decision Forward Error Correction, Signalformung und Wiederherstellungsvorgänge, um entfernungsbezogene Herausforderungen beim Betrieb über lange Strecken und in ROADM-Standorten zu adressieren. Zudem biete Waveserver eine Einsicht in Margen, die Anzahl der Kanäle und die Grid-Auslastung. So könne festgestellt werden, ob sich die Kapazität durch einen Wechsel der Modulationsformate und die dynamische Zuordnung von 100G-, 150G- und 200G-Wellenlängen in flexiblen Grid-Netzwerken maximieren lasse.

Laut Anbieter werde Waveserver derzeit von diversen Kunden im praktischen Einsatz getestet. Ob Oktober soll die Lösung allgemein verfügbar sein, die optischen Langstreckenfunktionen auf der Plattform werden voraussichtlich im ersten Quartal 2016 erhältlich sein.

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