Unternehmenssteuerung braucht ein strategisches Informationsmanagement

Business Intelligence, Datenintegration und Datenintegrität eng verzahnt

| Autor / Redakteur: Nathan Jagoda * / Florian Karlstetter

Integrität sorgt für Einhaltung hoher Datenqualität

Die Integration, Transformation und Aufbereitung von Daten in entscheidungsrelevante Informationen kommt ohne Datenqualitäts- und Stammdatenmanagement nicht aus. Das Datenqualitätsmanagement betrifft sowohl die Bewegungs- als auch die Stammdaten. Bewegungsdaten beschreiben betriebswirtschaftliche Vorgänge wie Auftragsbearbeitung, Fertigung, Lagerzu- und -abgänge, Rechnungen, Zahlungseingänge etc. Die Bewegungsdaten beziehen sich auf Stammdaten und sind von diesen abhängig.

Die Fähigkeit von Unternehmen, möglichst flexibel auf neue Kunden- und Geschäftsanforderungen reagieren zu können, hängt entscheidend davon ab, dass applikations- und geschäftsprozessübergreifend genutzte Stammdaten konsistent und fehlerfrei zur Verfügung stehen. Eine leistungsfähige Auftragsabwicklung braucht akkurat deklarierte Stammdaten für Aufträge, Artikel, Lieferanten und Kunden. Im Modell liegen die Daten in einem Master-Data-Management-Katalog konsistent für das gesamte Unternehmen vor. Das gleiche gilt für den Einkauf oder die Finanzbuchhaltung. Die Stimmigkeit der Stammdaten ist für den Unternehmenserfolg essenziell.

Ähnlich wie die gesamte Unternehmenssteuerung folgen auch das Datenqualitätsmanagement und die Einhaltung der Datenqualität (Data Governance) einem Kreislaufmodell. Notwendig sind eine systematische Analyse inklusive Datenbereinigung, die Datenkonsolidierung, die Überwachung der Datenintegration und eine kontinuierliche Überprüfung der Datenqualität im Hinblick darauf, ob die internen und externen Regeln und Vorschriften zur Einhaltung der Datenqualität befolgt wurden.

Enge Verzahnung von Intelligence, Integration und Integrität

Die Unternehmenssteuerung folgt einem permanenten Soll-Ist-Vergleich und einem strategischen Informationsmanagement als Unterbau. In den unterschiedlichsten internen Systemen werden Daten erfasst, die Datenqualität überprüft, mit anderen Informationen integriert, fachspezifisch aufbereitet und ausgewertet. Intelligence, Integration und Integrität mit ihren jeweiligen Einzelaktivitäten laufen gesteuert über zuvor definierte Workflows ab. Sind einzelne Projekte abgeschlossen, beginnt der gesamte Wertschöpfungsprozess wieder von vorne.

Eine wichtige Rolle spielt die Ursache-Wirkungs-Analyse, die Zusammenhänge zwischen den zentralen betriebswirtschaftlichen Kennziffern aufzeigt und Stellschrauben verdeutlicht. Die Unternehmenssteuerung wird so zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Bereichen Planung/Strategie, Leistungsmes-sung, Analyse der Ergebnisse inklusive der Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen und der Abstimmung der Resultate und der Workflows mit den strategischen Zielen.

Der Autor

Nathan Jagoda ist Country Manager Germany bei Information Builders in Eschborn.

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