Routing für reißende Datenflüsse im Datacenter

Brocade baut Visibilität in den RZ-Router SLX 9850 ein

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Ulrike Ostler

Der abgebildete SLX 9850-8 bietet Platz für acht Interface-Module und erreicht eine Kapazität von bis zu 230 Tbit/s. Eine kleinere Version bietet vier Einschüben Platz.
Der abgebildete SLX 9850-8 bietet Platz für acht Interface-Module und erreicht eine Kapazität von bis zu 230 Tbit/s. Eine kleinere Version bietet vier Einschüben Platz. (Bild: Brocade)

Mit dem „SLX 9850“ präsentiert Brocade ein Routing-System für Rechenzentren. Dieses bietet nicht nur Platz für bis zu 1.920 Ports – sondern auch Funktionen für Netzwerk-Visibilität - für anspruchsvolle Service-Level und Netzwerkautomatisierung.

Die jetzt präsentierten, modular erweiterbaren „Brocade SLX 9850 Router“ sollen rasant wachsende Datenflüsse in Netzwerken bewältigen und Unternehmen die passenden Funktionalitäten für eine schnelle digitale Transformation bereitstellen. Dabei verspricht der Hersteller weit mehr als branchenführende Dichte, Bandbreite und Performance. Zusätzlich stelle man Funktionen für Monitoring und Netzwerkautomatisierung bereit.

Brocade SLX Insight Architektur mit durchgängiger Netzwerk-Visibilität

Im Detail offeriert der Hersteller eine „Brocade SLX Insight Architektur“ mit durchgängiger Netzwerk-Visibilität und umfassender Überwachung in Echtzeit. Dank KVM-Umgebung unterstützen die Systeme auch Monitoring- und Analystics-Anwendungen Dritter.

Zudem gebe es einen dedizierten „10 GbE Analytics-Pfad“ zwischen dem Paketprozessor auf jedem SLX9850-Schnittstellenmodul und der KVM-Umgebung der Management-Module. Dadurch könnten in der KVM-Umgebung laufende Anwendungen Daten über einen internen, isolierten Link extrahieren – ohne den emittierenden Traffic oder den Datenfluss auf der Kontrollebene zu unterbrechen.

Über flexible Streaming-Möglichkeiten werden auch Analytics-Anwendungen außerhalb der Plattform unterstützt – etwa über je einen dedizierten „10 GbE Service-Port“ auf jedem Management-Modul für „Out-of-Band Streaming“ und Streaming über jede Art von Interface-Modul-Port.

Dev-Ops-artige Netzwerkautomatisierung

Die Server-basierte Netzwerkautomatisierungsplattform „Brocade Workflow Composer“ unterstützt den SLX 9850 und beinhalte gebrauchsfertige, personalisierbare sowie Do-It-Yourself Netzwerk-Workflows. Damit sollen Unternehmen den gesamten Netzwerk-Lifecycle automatisieren – von der ersten Bereitstellung, über die Validierung bis hin zu Fehlerbekämpfung und -behebung in Multivendor-Netzwerken. Die auf dem Open-Source-Project StackStorm aufsetzende Lösung automatisiere innerhalb der Service-Bereitstellungskette auch Workflows über mehrere IT Domains hinweg – zum Beispiel Netzwerk, Computer, Storage und Applikationen – um operative Silos im Rechenzentrum zu überbrücken.

Last not least: Die Hardware

Die als „zukunftsfähig“ angepriesene Routing-Plattform ist in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Das online verfügbare Datenblatt listet Chassis mit Platz für vier respektive acht Interface-Module und einer non-blocking Fabric von bis zu 230 Terabit pro Sekunde.

Durch eine einzigartige modulare 1.5 HE Linecard, die für höchste Dichte und Bandbreite entwickelt wurde, könne der SLX 9850 bis zu vier Millionen Routes, zwei Millionen Vollfarben-Statistiken und zwei Millionen Policies umsetzen. Je nach Ausbausstufe bieten die Systeme bis zu 288 100-GbE-Ports, 480 40-GbE-Ports, 1.920 10-GbE-Ports oder 576 GbE-Ports.

Preis und Verfügbarkeit

Die Brocade SLX 9850 Routing-Lösung einschließlich der Brocade SLX Insight Architektur soll im vierten Quartal 2016 allgemein erhältlich sein. Der Brocade Workflow Composer ist bereits jetzt zu haben – zu einem jährlichen Subskriptionspreis von 25.000 Dollar pro Rechenzentrum oder Admin-Konsole.

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