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Aktuelle Rechner erlauben lediglich Rasen statt Fliegen

Blitzanalysen fordern neue, andere Hardware

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Memristoren und Moonshot

Memristoren verfügen theoretisch über sehr hohe Kapazitäten und extrem schnelle Zugriffszeiten im Nanosekundenbereich. Der Wermutstropfen: Bislang liegen HP noch keine Muster vor.

Simon versprach, dass 2016 erste Bauteile verfügbar sein würden. Zudem sollen Memristoren auch Eingang in neuartige Prozessoren (Systems-on-Chips) finden und über „Photonics“, eine serielle optische Verbindung, kommunizieren. So könnten noch gewaltigere Datenmengen blitzschnell ausgewertet werden. Herkömmliche Verbindungen seien dabei nicht praktikabel, hieß es.

Komplettiert wird "The Machine", wie Hewlett Packard das Konzept nennt, durch „Moonshot“-Systeme. Pro Rack sollen sich so enorme Datenmengen von mehr als 150 Petabyte speichern lassen. Herkömmliche Festplatten fassen nur einen Bruchteil. Angedacht für The Machine soll ein Setting von bis zu acht Racks sein.

Strom sparen!

Mit dieser Struktur auf Memristoren-Basis ließe sich auch extrem viel Energie einsparen. Aktuell lässt sich der Energieverbrauch des weltweiten Public Cloud-Computings mit dem ganzer Industriestaaten vergleichen.

In einem in Potsdam präsentierten Vergleich rangiert der Energieverbrauch für Cloud-Computing auf dem fünften Platz hinter dem von China, den USA, Russland und Japan. HP wolle sein neues System in zwei bis drei Jahren zur Marktreife bringen und dann vorstellen, so Simon.

Anwendungen in Sicht

  • Die Wissenschaft indes ist nicht arm an Anwendungen, die neue Hardware fordern. Die HPI-Wissenschaftlerin Dr. Mariana Lara Neves beispielsweise stellte auf dem Future SOC Lab vor, wie wissenschaftlichen Texte per Echtzeit-Analyse bei der Bewertung biomedizinischer Daten für Erkrankungen helfen und so auch ganz neue Zusammenhänge erkennen helfen können.
  • Göttinger Forscher präsentierten auf der HPI-Veranstaltung ihr „Intelligent Data Replication for Ontology-Based Query Answering“. Das System sucht nach Ähnlichkeiten und es gelingt, Suchanfragen intelligent mit einer speziellen Bibliothek zu verknüpfen.
    So ist es beispielsweise möglich, in medizinischen Datenbanken nach dem Stichwort Influenza zu suchen, und das System wertet auch artverwandte Daten aus wie zu Husten und Schnupfen aus. Alles wird anschließend in einem übergeordneten Kontext zusammengestellt und ermöglicht so einen ganz neuen Erkenntnisgewinn.
  • Zudem beschäftigten sich die Big Data-Experten auf der Potsdamer Veranstaltung mit verlässlichen Eckdaten für die Software-Verifikation in der Cloud. Dieser Prozess stellt sicher, dass Software zu ihrer Spezifikation konform, also richtig gebaut ist oder dass sie die Anforderungen in der Praxis erfüllt und richtig funktioniert.

Der nächste Future SOC Lab Day wird vom HPI am 4. November veranstaltet.

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