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IBM standardisiert Outsourcing: Kostengünstige Pakete nutzen die weltweite Supportinfrastruktur von IBM Big Blue erweitert seine Remote Managed Infrastructure Services (RMIS)

| Redakteur: Ulrich Roderer

IBM lancierte letztes Jahr seine ‚Remote Managed Infrastructure Services‘ (RMIS). Dahinter verbergen sich standardisierte und damit kostengünstige Outsourcing-Dientsleistungen, die Kunden flexible nach Bedarf abonnieren können. Jetzt erweitert IBM das Angebot.

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IBM bietet drei Stufen der Remote Managed Infrastructure Services
IBM bietet drei Stufen der Remote Managed Infrastructure Services
( Archiv: Vogel Business Media )

“Viele Administrationsaufgaben sind nicht kundenspezifisch, so dass ein Servicemitarbeiter durchaus Server von mehreren Unternehmen managen kann”, sagt Mike Dorosh, Global Service Manager Server Services Product Line, Global Technology Services. Dabei nutzt IBM weltweit seine Offshore-Kapazitäten wie in Indien und Südamerika, um die in den Standardpaketen enthaltenen Leistungen günstig anbieten zu können. Die globale Servicestruktur von RMIS ermöglicht es IBM kalkulatorisch, Kunden sehr flexibel Pakete anbieten zu können, die jene je nach Bedarf up- oder downgraden können. Für Unternehmen wie Banken, die spezifischen Regulatorien unterliegen, will Big Blue auch in den entsprechenden Ländern Service-Kapazitäten aufbauen, allerdings werden die Preise dafür, wie Dorosh bestätigt, höher sein.

Frank Reichert, Director of Server Services SPL, erwartet, dass RMIS langfristig auch für den kleineren Mittelstand interessant wird: „Derzeit rechet sich RMIS ab ungefähr 25 bis 30 Server aufwärts.“

Das Angebot von RMIS deckt das Monitoring und Management von Servern, Speicher, Netzwerk sowie von Middleware ab. In der jetzt erweiterten Form stehen weitere Middleware-Monitoring und Managementoptionen zur Verfügung, darüber hinaus supportet RMIS zusätzliche Netzwerkgeräte wie Switches und Routers. Zu den Dienstleistungen gehört aktives Monitoring von Infrastruktur, Services, Geschäfts- und Sicherheitsevents, die bei auftretenden Problemen schnell eskaliert und gelöst werden. Durch die globale Aufstellung kann IBM auch kostengünstig 24x7-Support6 bieten. IBM bezeichnet RMIS als einen Pool virtueller Mitarbeiter.

Analysten sehen Einsparungsmöglichkeiten von 20 bis 50 Prozent je nach Option der Erfüllungsbasis der Services (on shore, near shore, off shore). Mit den Outsourcingpaketen will es IBM Kunden auch erleichtern, ihre Sicherheit und Compliance zu verbessern. „Wir wollen noch im nächsten Quartal unsere IBM-interne Nomenklatur ITIL-konform machen, damit die outgesourcten Prozese den ITIL-Best-Practises entsprechen”, sagt Dorosh.

Im Gegensatz zum vollständigen Outsourcing bleibt die Infrastruktur bei RMIS beim Kunden. Firmen erhalten einen lokalen Ansprechpartner als Kommunikationsschnitttstelle, während der Support weltweit geleistet wird. „Wir ermöglichen mit RMIS, dass IT-Mitarbeiter von Routineaufgaben befreit werden, um sich höherwertigen Aufgaben zu widmen, die immer stärker im serviceorientierten Modell gefragt werden“, sagt Dorosh.

IBM offeriert derzeit drei Service-Levels an:

  • Bronze: enthält das Management eines Environments (z.B. Unix oder x86)
  • Silver: Management des gesamten Firmenenvironment
  • Gold: enthält hochwertige Management- und Reporting-Funktionen

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