Detaillreiche, vergleichende Studie über das Datacenter-Geschäft in Deutschland

Beste Aussichten für den deutschen Rechenzentrumsmarkt

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Pluspunkte für die Energie-Effizienz

Im europäischen wie im globalen Vergleich ist das Verhältnis von RZ-Fläche zu Energieverbrauch noch recht stabil und niedrig. Das hat zwei Gründe. Der Preis der Fläche ist erstens in Frankfurt, Deutschlands massivster RZ-Ballung, deutlich geringer als in London, Tokio oder New York. Zweitens sind die Rechenzentren sehr effizient. So sind Frankfurter Rechenzentren hinsichtlich Alter der Gebäude, der IT-Geräte und der sonstigen RZ-Ausstattung im internationalen Vergleich die modernsten.

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Im Frankfurter Raum fahren 17,1 Prozent der Racks eine Last von mehr als zehn Kilowatt. Das ist so viel wie in London, aber deutlich mehr als in Paris, Amsterdam oder an anderen Orten in Europa. Gleichwohl ist das noch wenig im Vergleich zu New York (24,1 Prozent), Tokio (21,3 Prozent) oder Hongkong (20,5 Prozent).

Vier Fünftel der deutschen Rechenzentrumsfläche entfällt auf die In-house-IT. Das heißt aber nicht, dass die Computerkapazitäten rückständig genützt würden. Virtualisiert oder in einer Cloud (on-premise und extern) arbeiten 32 Prozent der Racks. In Großbritannien und Frankreich sind es 36 Prozent, europaweit 19 Prozent und weltweit 22 Prozent.

Der Virtualisierungsgrad steigt noch immer

Der Trend zur Virtualisierung ist noch ungebrochen und weist die höchsten Steigerungsraten bei den Nutzungsformen in Deutschland auf. DCDi erwartet acht Prozent Wachstum bei der Nutzung externer virtualisierter oder Cloud-Kapazitäten und ein Plus von sieben Prozent bei interner Virtualisierung und Private Clouds.

19 Prozent RZ-Fläche ist beansprucht für Outsourcing oder Co-Location, Server-Housing: eigene Server werden in fremden RZ-Räumlichkeiten betrieben und mit eigenem Personal remote oder auch vor Ort administriert. Der Co-Location-Anbieter stellt das Gebäude, samt Klimaanlagen, Stromversorgung (USV), Feuerschutz und Glasfaser-Netzanschluss bereit.

Es besteht also ein Unterschied zu Hosting oder Outsourcing, auch wenn die Grenzen unscharf sind, weil Co-Lokation-Angebote auch Services jenseits von Zutrittskontrolle umfassen können. Ein nahe liegendes Beispiel ist Optimierung der Infrastruktur (per DCIM).

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Über den Autor

 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist