IT ohne Grenzen, Teil 1

Benutzerfreundlichkeit – ein fast vergessenes Schlagwort wird „in“

| Autor / Redakteur: Alessandro Perilli* / Ulrike Ostler

Wenn die Unternehmens-IT die Anwender nervt, ist sie garntiert nicht "frintionsless".
Wenn die Unternehmens-IT die Anwender nervt, ist sie garntiert nicht "frintionsless". (Bild: Romolo Tavani/ Fotolia.com)

Der Begriff „friktionslose IT“ bezeichnet eine IT in den Unternehmen, die einfach funktioniert. Das Vorbild dafür bilden die positiven Erfahrungen mit Consumer-orientierten Public-Cloud-Services. Ähnliches erwarten die Benutzer auch von Unternehmens-Software.

Die heutige Generation der IT-Anwender macht die Erfahrung einer zunehmenden Kluft zwischen der Unternehmens-IT und der persönlichen IT.

  • Die Unternehmens-IT ist zuverlässig, aber langsam in der Umsetzung, komplex in der Bedienung und insgesamt frustrierend. Ein negatives Beispiel dafür ist Software zur Reisekostenabrechnung.
  • Die persönliche IT entwickelt sich in ein Set sofort verfügbarer Anwendungen, die sehr einfach verständlich sind und blitzschnell die von ihnen erwarteten Anweisungen ausführen. Gute Beispiele dafür sind Gmail, Dropbox, Everynote und die ganze Fülle der anderen Public-Cloud-Services, die Anwender jeden Tag auf ihren Smartphones, Tablets und Laptops einsetzen.

Eines der Probleme bei dieser „gedanklichen Mauer“ zwischen Unternehmens-IT und persönlicher IT ergibt sich daraus, dass unser Gehirn während und nach der Arbeitszeit das gleiche ist. Durch jeden Kontakt mit der sich stetig weiterentwickelnden persönlichen IT steigen die Erwartungen an die Unternehmens-IT.

Je weiter sich Gmail, Dropbox und Everynote verbreiten, desto höher werden auch die Erwartungen an die während der Arbeitszeit eingesetzte Software. Immer mehr Benutzer fragen sich: Warum ist die Anwendung der persönlichen IT ein Kinderspiel, während die der Unternehmens-IT so kompliziert ist?

Warum bewegt sie sich nicht?

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die gegenwärtige Generation der Anwender die frustrierende Unternehmens-IT nur deshalb erträgt, weil sie jahrzehntelang nur diese kannte. Kommende Generationen jedoch werden nicht so nachsichtig sein. Studenten und Berufseinsteiger, die bei einem Start-up arbeiten, kennen nur eine Art der IT, nämlich die friktionslose.

Irgendwann in naher Zukunft werden aber auch sie in dauerhaften und weniger stressigen Jobs in großen Unternehmen landen. Die Rede ist hier nicht von einzelnen Berufstätigen mit gänzlich eigenen Erwartungen, die dann bei einer typischen Bank oder einer Versicherung anfangen.

Vielmehr geht es um eine ganze Generation, die mit völlig anderen Anforderungen und Erwartungen in alle Abteilungen eines Unternehmens Einzug hält – vom Marketing bis zur Entwicklung. Die überwältigende Mehrheit der IT-Abteilungen und deren traditionelle IT-Dienstleister sind darauf nicht vorbereitet.

Drei Bausteine kitten die Brüche

Die IT-Hersteller aber müssen sich dieser Herausforderung stellen und sie als Chance für eine Vereinfachung der Unternehmens-IT auf vielen Gebieten sehen. Das betrifft nicht nur die Benutzeroberfläche und die zugrundeliegende technische Infrastruktur, sondern auch die Dokumentation, die Lizenzierung und vieles andere mehr.

Die Anforderungen an eine friktionslose IT umfassen drei Bausteine:

  • Benutzerfreundlichkeit (Ease of Use)
  • Geschwindigkeit
  • Integration

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Benutzerfreundlichkeit – ein fast vergessenes Schlagwort wird „in“
  • Seite 2: User Experience
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