Gartner-Quadrant zu Public-Cloud-Diensten

Bei Infrastructure as a Service läuft IBM dem Wettbewerb hinterher

| Autor / Redakteur: Michael Hase / Florian Karlstetter

Kurt Rindle, Cloud Portfolio Leader bei IBM DACH, sieht den IT-Konzern beim Cloud Computing gut positioniert.
Kurt Rindle, Cloud Portfolio Leader bei IBM DACH, sieht den IT-Konzern beim Cloud Computing gut positioniert. (Michael Hase / IT-BUSINESS)

IBM landet im aktuellen Gartner-Quadranten zu Infrastructure as a Service (IaaS) weit unten links am Ende des Felds der 15 Anbieter. Damit kann Big Blue nicht zufrieden sein. Das sieht auch Kurt Rindle, Cloud Portfolio Leader bei IBM DACH, so. Zugleich verweist der Experte auf deutlich bessere Noten, die der Anbieter von Gartner bei Managed Cloud Services erhält.

Weiter voneinnander entfernt könnten Amazon und IBM bei Gartner kaum sein: Während sich der Public-Cloud-Pionier im aktuellen Quadranten zu Infrastructure as a Service (IaaS) oben rechts behauptet, landet Big Blue abgeschlagen unten links. Kein anderer Anbieter befindet sich weiter links beziehungsweise weiter unten.

Gegenüber dem IaaS-Leader Amazon fällt IBM bei Gartner deutlich ab.
Gegenüber dem IaaS-Leader Amazon fällt IBM bei Gartner deutlich ab. (Gartner)

„Immerhin ist IBM im Quadranten vertreten“, gewinnt Kurt Rindle, Cloud Portfolio Leader bei IBM Deutschland, Österreich und Schweiz, dem Ranking einen positiven Aspekt ab. „Damit sind wir unter den 15 besten IaaS-Anbietern weltweit.“

Dabei sein ist also alles? Nein, wirklich zufrieden kann auch Rindle mit der Bewertung durch die Analysten nicht sein. Natürlich sehe die Positionierung von IBM im Quadranten „auf den ersten Blick nicht besonders gut aus“, räumt der Executive Consultant ein.

Unzureichendes Feature-Set

Im einzelnen kritisiert Gartner, das IBM-Offering Smart Cloud Enterprise (SCE) hinke mit den gebotenen Features deutlich hinter den anderen Infrastruktur-Services her. Die Security-Eigenschaften seien schwach und der Anbieter erfülle mit dem Cloud-Dienst nicht die behördlichen Compliance-Anforderungen. Außerdem sei der Anmeldeprozess zu komplex und SCE komme auf mehr wartungsbedingte Ausfallzeiten als andere Public-Cloud-Services.

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Auf die Kritik möchte Rindle nicht im Detail eingehen, da ihm die Daten, auf die sich die Einschätzung der Analysten gründet, nicht vorliegen. Er gibt allerdings zu bedenken, dass solche Rankings stets nur einen kleinen Ausschnitt des Markts beleuchten. So sei IaaS nur ein Teilbereich dessen, was Cloud Computing ausmache, und SCE wiederum nur ein IBM-Angebot von vielen. „Wir vermarkten ein sehr viel breiteres Cloud-Portfolio.“

Ein umfangreiches und differenziertes Cloud-Portfolio hält der Experte nicht zuletzt mit Blick auf die breite IBM-Klientel für notwendig. Denn für klassische Unternehmenskunden sei IaaS oft gar kein Thema, gibt Rindle zu bedenken. Dieses Modell eigne sich vor allem „für Startups, born on the Internet“. Für Enterprise-Workloads seien IaaS-Angebote aber meist nicht flexibel genug. „Jede Nutzlast stellt ihre eigenen Anforderungen.“

Wie IBM den Cloud-Markt betrachtet und wie der Anbieter mit seinem Portfolio darauf reagiert, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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