Snapshots unter VMware ESX und Hyper-V

Backuptechniken und Snapshoting für virtuelle Systeme, Teil 1

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Laufende Sicherung durch Continuous Date Protection

Eine Lösung für das Dilemma des zu kleinen Backupfensters sind die Verfahren der Continuous Data Protection (CDP). Hierbei erfolgt eine laufende Sicherung. Die Intervalle sind dabei meist sehr klein.

Sie können Stunden oder auch nur Minuten umfassen. Änderungen ergeben sich auch beim Sicherungsverfahren. Statt wie bisher über das Dateisystem zu operieren, wird hierbei meist die Snapshot Technik angewandt. Auch die Sicherungsmedien sind anders als beim traditionellen Backup. CDP verwendet in der Regel Festplatten als Sicherungsmedium. Auch die Funktionen zur Wiederherstellung im Fehlerfall laufen bei den CDP-Verfahren anders ab.

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Die Wiederherstellung von Dateien kann meist direkt durch den Anwender selbst vorgenommen werden. Sie erfordert keine Unterstützung der Administratoren. Komplexere Datenbestände wie etwa eine Datenbank müssen aber auch bei CDP durch den Administrator wieder hergestellt werden.

Die CDP-Sicherung kann auch in virtuellen Umgebungen eingesetzt werden. Die speziellen Sicherungen in virtuellen Umgebungen erfordern in jedem Fall die entsprechenden Tools und das Knowhow der Administratoren. Die kontinuierliche Sicherung nivelliert die Last für die beteiligten Komponenten. Sie erzeugen dafür aber ein Grundrauschen an Last für alle beteiligten Baugruppen. Die sind die CPU, der Speicherzugriff und die Netzwerke. Und da der Host den virtuellen Maschinen diese Ressourcen anteilig zur Verfügung stellen muss, wird der Host durch die CDP-Prozesse zusätzlich belastet.

Snapshots sichern den Rechnerstatus

Die CDP-Verfahren allerdings bringen einen neuen Aspekt in Spiel. Diese Techniken sichern nicht nur die Daten, sondern häufig auch den gesamten Rechnerzustand. Damit integrieren sie die Daten mit den Applikationsprozessen.

Dies ist vergleichbar mit den Verfahren des Imaging oder der Snapshots. Auch hierbei wird ein gesamter Rechner in seiner Vollständigkeit gesichert. Das geht konkurrenzlos schnell, verschlingt allerdings sehr viel Platz für das Image. Um diesen Platz zu reduzieren, werden seit einigen Jahren auch inkrementelle Images geboten. Images und Snapshots wurden ursprünglich in der Welt der physischen Rechner eingesetzt.

Sie finden sich heute analog auch in virtuellen Umgebungen, denn virtuelle Maschinen bestehen aus Image-Dateien der Rechner. Die virtuellen Systeme erben damit die Vorzüge aller Imaging-Techniken. Und auch die Snapshots der virtuellen Systeme haben ihre Vorläufer in den Snapshots der physischen Rechner. Bei der Sicherung durch Snapshots müssen allerdings einige Fallstricke beachtet werden.

Wenn der Snapshot nur die Deltas zu dem vorherigen vollständigen Backup oder vollständigen Snapshot umfasst, operiert er im Prinzip wie ein inkrementelles Backup. Der Snapshot ist damit, so wie die Inkremente des Backups, allein nicht zu gebrauchen. Er kann nur in Verbindung mit der vorherigen Sicherung eingesetzt werden. Ein solcher Snapshot ist daher nicht eigenständig verwendbar oder lauffähig, sondern muss sich immer auf das Basisimage der virtuellen Maschine beziehen.

Der Anwendungszweck dieser Snapshot liegt in der Wiederherstellung eines früheren Zustands einer virtuellen Maschine, wie etwa nach einer Änderung der Konfiguration. Als Backup-Ersatz sind diese Snapshots nicht zu verwenden. Beachtet werden muss aber auch, dass die Funktionen der Snapshots unterschiedlich zwischen den Herstellern ausgelegt werden und es Snapshot-Techniken gibt, die den Bezug zu den Basissicherungen selbstständig herstellen.

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