Modulare Rechenzentren münden im Unternehmenserfolg, sagt IDC

Aus gutem Grund: Kein Verzicht auf das eigene Rechenzentrum in Sicht

| Redakteur: Ulrike Ostler

Vordergründige Ziele führen in die Irre

Schuld an dem mangelnden Interesse und somit Know-how über die Vorteile von RZ-Modulen sei aber auch das vergleichsweise einseitige Interesse am Faktor Kosten. „Das hat uns überrascht“, sagt Hanstein; denn die Effizienz der Module, weil vorgedacht, standardisiert, dokumentiert, konfiguriert und schlüsselfertig montiert, müssten eigentlich eine viel größere Rolle spielen.

Chris Ingle, Vice President, IDC, ergänzt: „Die vorkonfigurierten Module oder Container können im Vergleich zu einem herkömmlichen Rechenzentrumsneubau zudem kostengünstiger sein und lassen sich innerhalb weniger Wochen einrichten.“

Allerdings gibt es noch ein paar mehr Stolpersteine. So besteht etwa ein „Ri-Matrix-S“-System von Rittal aus mindestens sechs Racks. Benötigt ein Mittelstands-RZ weniger, muss es das System dennoch komplett anschaffen, aber nur zum Teil füllen. Die Anschaffung kann sich zwar trotzdem lohnen, aber nur wenn der Betreiber seinen künftigen Bedarf kennt und ein neues Rechenzentrum in Betrieb nehmen will. Für den Mittelstand und Behörden aber, stellt sich, wie auch die Rittal-Manager sagen, eher die Frage nach Co-Location oder Cloud.

Module taugen nicht für jeden

Außerdem können die IT-Hersteller, wie schon bei der Kühlung gesehen, einen Strich durchs Kalkül machen. So erlischt etwa die Garantie, wenn ein Natapp-System nicht in seinem angestammten Schrank bleibt.

Schließlich ist ein standardisiertes System nicht für alle Lasten geeignet. Explizit nennt Hanstein das High Performance Computing (HPC). „Das funktioniert nur in einem begrenztem Umfang“, sagt er. Datenlast sowie Strom- und Kühlbedarf sind zu hoch.

Ergänzendes zum Thema
 
Ri-Matrix S Im Einsatz

Rittal wolle es seinen Kunden jedoch einfach machen. Zum einen biete der Hersteller die Möglichkeit einer physikalischen Bedarfsanlayse an, die es Kunden und RZ-Beratern erlaube RoI-Vergleiche und Gegenrechnungen anzustellen, und zum zweiten biete das Unternehmen die mit deutscher Gründlichkeit vorgenommenen Messungen an. Zum Beispiel: Wie hoch ist der PUE bei 32 Grad Außentemperatur und 40 Kilowatt Bedarf?

„Wir sind der einzige Hersteller, so die Rittal-Manager Miller und Hanstein, der PUE-Werte versprechen kann.

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Ein typischer RITTAL Marketing Bericht, in dem mal wieder deutlich wird, wie Standards über...  lesen
posted am 28.07.2014 um 19:56 von Unregistriert


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