Modulare Rechenzentren münden im Unternehmenserfolg, sagt IDC

Aus gutem Grund: Kein Verzicht auf das eigene Rechenzentrum in Sicht

| Redakteur: Ulrike Ostler

Redundanz ist unverstanden

Und Energie kostet, kostet immer mehr. „Deshalb müssen die Unternehmen Energie sparen“, so der Produkt-Manager. Doch noch wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommt das Thema Verfügbarkeit (siehe: Abbildung 4). „Sehen Sie das Rechenzentrum als eine Maschine. Funktioniert sie nicht, ist sie nutzlos“, erläutert Hanstein.

Die IDC-Studie besagt jedoch, dass bestehende Redundanzkonzepte ebenso oft veraltet und nicht zuverlässig genug sind, um das hohe Maß an Verfügbarkeit zu gewährleisten, das Kunden im heutigen wettbewerbsintensiven Marktumfeld erwarten. So fragten sie viele bei der Wahl von USV-Anlagen, ob es genüge, den A-Pfad zu schützen, berichtet Hanstein und gibt gleich die Antwort: „Nein.“ Denn die Anlagen fangen heute auch sämtliche Stromschwankungen ab. „Bleibt der B-Pfad ungeschützt, gehen sämtliche Störungen bis zum Netzteil der IT-Geräte durch.“

Tatsächlich befinden24 Prozent der befragten IT-Administratoren ihre redundanten Infrastrukturen als wichtigsten Bereich, der modernisiert werden muss. Insgesamt schätzen nur 46 Prozent der IT-Experten die Zukunftsfähigkeit der eigenen IT mit sehr hoch ein. Immerhin ist die Mehrzahl (79 Prozent) der IT-Entscheidungsträger der Ansicht, dass keine der abgefragten Herausforderungen unlösbar sei.

Das modulare Rechenzentrum macht es richtig

Ein Heilmittel für eine effiziente Modernisierung sind so genannte modulare Rechenzentren. Dieses Konzept, so IDC, unterstütze die Anforderung von Unternehmen nach mehr Agilität und Skalierbarkeit. So lassen sich kürzere Produktlebenszyklen, die Inbetriebnahme neuer Systeme oder die Implementierung neuer Vorschriften rasch umsetzen.

Bernd Hanstein ist Vice President Product Management IT Solutions bei Rittal.
Bernd Hanstein ist Vice President Product Management IT Solutions bei Rittal. (Bild: Rittal)

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Allerdings: Kennen viele, sehr viele IT-Manager und CIOs diese Vorteile nicht und lediglich 6 Prozent setzen Rechenzentrums-Module ein. Zugleich verzeichnet das Marktsegment laut IDC in den vergangenen Jahren ein Wachstum im zweistelligen Bereich. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) wurden Investitionen im Wert von dreistelligen Millionenbeträgen getätigt.

Neu sind diese Konzepte nicht. Das wohl bekannteste Modul ist das Rechenzentrum im Container; Microsoft betreibt in Chicago ein Rechenzentrum mit vielen Containern. Die Adaption und Innovation modularer Bauweisen bringe Unternehmen Patente auf Rechenzentrumsarchitekturen ein, die man damit zunächst kaum in Verbindung bringen würde, so Hanstein. „Amazon und Facebook zum Beispiel halten Patente auf Datacenter-Architekturen.“

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Ein typischer RITTAL Marketing Bericht, in dem mal wieder deutlich wird, wie Standards über...  lesen
posted am 28.07.2014 um 19:56 von Unregistriert


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