Modulare Rechenzentren münden im Unternehmenserfolg, sagt IDC

Aus gutem Grund: Kein Verzicht auf das eigene Rechenzentrum in Sicht

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Datacenter ist ein Kühlschrank!

Doch insgesamt sind die Rechenzentren nicht mehr auf dem neusten Stand und das obwohl moderne Infrastrukturen dazu beitragen, die laufenden Betriebskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Produkt-Manager Hanstein macht das am Beispiel der Kühlung fest. In den jetzigen Rechenzentren ist es zu kalt.

Im Schnitt fände man eine Temperatur von 15,5 Grad vor – in den Niederlanden sind es durchschnittlich 13,5 Grad und in Deutschland 18,4 Grad. „In asiatischen Ländern findet man sich oft in einem Kühlschrank wieder“, weitet Hanstein die Sicht aus. Zur Info: Die Organsisation Ashrae empfiehlt derzeit einen Rechenzentrumsbetrieb bei 27 Grad und manche Hersteller erlauben im erweiterten Ashrae-Betrieb 40 Grad. „In einem modernen Rechenzentrum, muss man auf der kalten Seite schwitzen“, sagt Hanstein.

Somit ergibt sich in diesem Bereich laut IDC ein enormes Einsparpotenzial. Anstatt etwa komplette Räume zu kühlen, sei es deutlich effizienter, mit direkter Kühlung im Rack oder in einzelnen Gängen zu arbeiten. Dadurch sei eine höhere Gesamttemperatur im Raum zulässig und die Kosten für die Kühlung sänken.

Das Rechenzentrum verschwendet Energie

So ist es auch kein Wunder, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen im Datacenter lediglich einen PUE-Wert von über 2,0 vorweisen können (PUE = Power Usage Effectiveness). Der PUE-Wert setzt die im Rechenzentrum verbrauchte Energie ins Verhältnis zur Energie-Aufnahme der Rechner: Je näher der PUE-Wert der Zahl 1 kommt, desto effizienter arbeitet das Rechenzentrum.

Bei einem Wert über 2,0 werden für jede Kilowattstunde Strom, die von den IT-Geräten verbraucht wird, also nochmals über eine Kilowattstunde für die Kühlung und die weitere Gebäude- und Anlagentechnik verbraucht. Industrieweit allerdings gilt ein PUE-Wert von 1,4 als ausgezeichnet, während große IT-Dienstleister mit optimierten Anlagen auch Werte von 1,2 oder weniger erreichen.

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Allerdings spielt auch eine uniforme Ausstattung eine große Rolle. Selbst in großen Rechenzentren, etwa der Telekommunikationsbranche fehle das, so Hanstein. Das gebe es Cisco-Switches, die von der Seite gekühlt werden müssen, Server, die den Durchzug von vorne nach hinten benötigen, und SD-System, die Luft von unten brauchen. „Das alles ist verschwendete Energie.“

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Ein typischer RITTAL Marketing Bericht, in dem mal wieder deutlich wird, wie Standards über...  lesen
posted am 28.07.2014 um 19:56 von Unregistriert


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