Von der hyperkonvergenten zur Cloud-Plattform

Auf Nutanix sollen alle Workloads laufen können

| Redakteur: Ulrike Ostler

In einer Anwenderbefragung durch Nutanix kristallisierten sich diese Brennpunkte heraus; die kommenden Releases der "Enterprise Cloud Platform" des Herstellers gehen diese an.
In einer Anwenderbefragung durch Nutanix kristallisierten sich diese Brennpunkte heraus; die kommenden Releases der "Enterprise Cloud Platform" des Herstellers gehen diese an. (Bild: Nutanix)

Nutanix erweitert die „Enterprise Cloud Platform“ für physische und Container-basierende Anwendungen. Insgesamt dienen die neuen Features dazu, die IT-Silos zu beseitigen, die durch jede neue Anwendungs-Generation entstanden sind, Sie sollen zudem die Anforderungen von IT-Entwicklern miteinander in Einklang bringen und die Technologie-Stacks unterschiedlicher Hersteller vereinheitlichen.

Durch die Digitalisierung müssen Unternehmen ihre IT-Services nach Art öffentlicher Cloud-Anbieter wie AWS unterbrechungsfrei bereitstellen, gleichzeitig aber für die Sicherheit und Kontrolle sorgen. Die erweiterte Plattform bietet neue „Acropolis“-Services, Self-Service-Funktionalität und bietet All-Flash-Plattformen.

Damit will sich Nutanix vom Hersteller eines Produkts für hyperkonvergente Infrastrukturen zum Anbieter einer umfassenden Plattform weiterentwickeln. Auf dieser sollen sämtliche Applikationen laufen, die allen Anwendern Nutzen bereitet und sich an beliebte Technologie-Stacks anbinden lässt.

Traditionelle Infrastrukturen können sich nur mit Mühe den schnellen Innovationen in Anwendungsarchitekturen und der Vielzahl an Applikationsanforderungen anpassen. Mit den „Acropolis Container Services“ (ACS) lassen sich containerisierte Applikationen und moderne Microservices-Architekturen auf der Nutanix-Plattform zusammen mit persistentem Storage betreiben.

Speichern für Container und Bare Metal

Dies löst den Zielkonflikt in DevOps-Umgebungen zwischen der Nutzung von Virtualisierungstechnologien auf der einen und Containertechnologien auf der anderen Seite für Applikationen auf, die einen persistenten Speicher erfordern. So profitieren klassische wie innovative Anwendungen gleichermaßen von der hohen Speicherperformance und den Möglichkeiten der Web-Scale-Plattform von Nutanix zur Kapazitätsoptimierung und Datensicherheit.

In einer Anwenderbefragung durch Nutanix kristallisierten sich diese Brennpunkte heraus; die kommenden Releases der "Enterprise Cloud Platform" des Herstellers gehen diese an.
In einer Anwenderbefragung durch Nutanix kristallisierten sich diese Brennpunkte heraus; die kommenden Releases der "Enterprise Cloud Platform" des Herstellers gehen diese an. (Bild: Nutanix)

Dazu Arun Chandrasekaran, Andrew Lernerund Dennis Smith im Gartner-Bericht „Containers Will Change Your Data Center Infrastructure and Operations Strategy“ vom März 2016: „Storage-Manager müssen ihr Daten-Management überdenken, wann immer Container für den Produktivbetrieb implementiert werden, wo langfristige Datenpersistenz und -sicherheit, granulare Servicequalität (QoS) und Scheduler-Integration Schlüsselanforderungen sind.“

Während die Mehrzahl der Services heutzutage virtualisiert ist und sich in Richtung Container bewegen wird, werden bestimmte Anwendungen wie „Oracle RAC“ und „DB2“ wohl auch weiterhin auf physischen Servern laufen. Gründe hierfür sind spezielle Anwendungsanforderungen oder Lizenzbeschränkungen. Die „Acropolis Block Services“ (ABS) ermöglichen es Datenbanken, die auf Servern von Cisco, Dell, Lenovo und HP betrieben werden, die „Acropolis Distributed Storage Fabric“ direkt zu nutzen, um Datenperformance und -verfügbarkeit zu erreichen.

Zudem bietet Nutanix jetzt in seinem gesamten Appliance-Portfolio All-Flash-Knoten an. Kunden erhalten dadurch mehr Wahlmöglichkeiten bei der Infrastruktur und Anwendungsperformanz. Dies bereitet Unternehmen eine Alternative zu All-Flash-Arrays (AFA), die auf traditionellen Rechenzentrums-Architekturen basieren und das Wertschöpfungspotential jüngster Hardware-Innovationen wie NVMe nicht voll erschließen können. Die All-Flash-Knoten von Nutanix werden zu einem moderaten Mehrpreis gegenüber hybriden Appliances angeboten.

Wie in der public cloud

Mit der Nutanix Enterprise Cloud Platform können laut Anbieter Rechenzentren jetzt das gleiche Automatisierungsniveau erreichen wie die öffentliche Cloud. Die neuen Self-Services in „Nutanix Prism“ erlauben Entwicklern und den für Abteilungen oder Geschäftsbereiche zuständigen Administratoren, Applikationen und dazugehörige Infrastrukturressourcen direkt zu provisionieren und zu managen. Gleichzeitig behalten die IT-Administratoren die vollständige Kontrolle über die Infrastruktur.

Darüber hinaus wird die Prism-Funktionalität „One-click Planning“ eine fortgeschrittene Modellierung auf Basis von Szenarien bieten. Diese baut auf der Nutanix-Technologie für Maschinenintelligenz „X-Fit“ auf. Mit deren Hilfe können Rechenzentrums-Manager die Auswirkungen vorhersagen, die Änderungen an der IT-Umgebung auf die Anwendungsgeschwindigkeit und -verfügbarkeit haben werden.

Rechenzentrumsbetreiber können ebenfalls bei weniger sichtbaren Betriebsabläufen als Resultat des dynamischen AHV-Scheduling profitieren. Diese Funktion des Nutanix-Hypervisors (AHV) ermöglicht eine intelligente Platzierung von virtuellen Maschinen (VM) nicht nur auf Basis der Analyse von Rechen- und Arbeitsspeicherressourcen, wie in herkömmlichen Virtualisierungspaketen der Fall, sondern auch auf Basis der Echtzeit-Analyse der Storage-Nutzung.

In einem der nächsten Releases sollen Anwender per Nutanix Prism „VMware-ESXi“-Umgebungen managen können.
In einem der nächsten Releases sollen Anwender per Nutanix Prism „VMware-ESXi“-Umgebungen managen können. (Bild: Nutanix)

Wahlfreiheit und Erweiterbarkeit

Zudem macht eine neue integrierte Funktione zur Netzwerkvisualisierung sichtbar, wie virtuelle Maschinen sowohl mit physischen als auch virtualisierten Netzwerken verbunden sind. Dadurch lassen sich Netzwerkprobleme unter Umständen einfacher beheben.

Die Nutanix Enterprise Cloud Platform ist erweiterbar und bietet hierfür ein umfangreiches Set an Schnittstellen (API). Dadurch können Kunden und Partner von der zugrundeliegenden Web-Scale-Plattform profitieren. Unter anderem aufgrund der Unterstützung verschiedener Hypervisoren und Container können sie die Plattform einfach erweitern, eine komplette Cloud aufbauen und dabei auch andere spezialisierte Lösungen nutzen.

Zu den neuen Funktionen und Features, die Nutanix gestern auf der „Next Conference 2016“ in Las Vegas präsentierte, gehören:

  • Neue OpenStack-Treiber: Sie erlauben auf einfache Art und Weise die Einrichtung privater Clouds unter Nutzung von OpenStack-Software und sind ab sofort verfügbar. Sie bringen die OpenStack-Services für Automatisierung mit der schlüsselfertigen Nutanix-Infrastruktur zusammen.
  • Eine gemeinsam mit Microsoft entwickelte Anwendung vereint das Microsoft Cloud Platform System (CPS) mit der Nutanix Enterprise Cloud Platform in Form einer Azure-ähnlichen hybriden Cloud-Umgebung. Diese eignet sich besonders für Unternehmensanwendungen wie „Microsoft SQL Server“ und „Microsoft Exchange“.
  • In einem der nächsten Releases kann Nutanix Prism „VMware-ESXi“-Umgebungen managen. Damit steht Kunden dasselbe One-Click-Management für VMware zur Verfügung wie für AHV; der Hypervisor wird dadurch ein Stück mehr zu einem alltäglichen Gebrauchsmittel.

Produktverfügbarkeit

Die Acropolis Block Services und Acropolis Container Services werden im Juli 2016 mit dem Release 4.7 erhältlich sein. Die Self-Services von Nutanix Prism, die Szenarien-basierende Modellierung, das dynamische AHV-Scheduling, das ESXi-Management von Prism und die Netzwerkvisualisierung werden in einem späteren Release zur Verfügung stehen. Die OpenStack-Treiber von Nutanix sind ab sofort erhältlich. Microsoft CPS auf Basis von Nutanix kann ab Juli 2016 erworben werden.

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