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Max-Planck-Institut für Radioastronomie setzt bei Pulsar-Forschung auf Grau Data ArchiveManager

Astronomische Datenmengen langzeitarchivieren

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Das Band als Online-Speicher

„Im Gegensatz zu klassischen Archivsystemen in Unternehmen, wird die Band-Technologie in unserer Abteilung des Max-Planck-Instituts oftmals als erweiterter Online-Speicher genutzt, auf den die Forscher in regelmäßigen Abständen zugreifen“, erklärt Jan Behrend, IT-Spezialist beim Max-Planck-Institut den Aufbau der Speicherstruktur.

„Die Tape Libraries in Verbindung mit dem ArchiveManager sind im 1-GBit/s-Netzwerk schnell genug, um den Forschungsgruppen ihre enorm großen Datenmengen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig bietet uns das Speichersystem enorme Kostenvorteile im Vergleich zu einem klassischen Online-Speicher auf Disk.“

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Der Hardware-unabhängige Grau Data ArchiveManager in Verbindung mit den Fujitsu-Servern ist in der Lage, große Datenmengen sehr schnell auf die Tape Libraries zu migrieren. Die Eingangsdatenrate in das HSM-System liegt bei einem Gigabit pro Sekunde. Die Schreib-/Lesegeschwindigkeit erreicht bei optimaler Auslastung der Tape-Laufwerke bis zu 130 MiB pro Sekunde und Laufwerk, was ca. 500 GiByte/Stunde entspricht.

Verwaltung großer Datenmengen leicht gemacht

Der ArchiveManager erlaubt dem IT-Team des Forschungsinstituts eine leichte und intuitive Administration. Füllstände und Transferraten werden von der Software ständig kontrolliert. Sollte ein manueller Eingriff nötig sein, erhält der Administrator sofort eine Meldung. Auch das tägliche Backup der Metadaten in die Remote-Lokation verläuft automatisch.

Aufgrund des problemlosen Betriebs der HSM- und Archivierungssoftware entschloss sich das Max-Planck-Institut, die Mandantenfähigkeit der Lösung zu nutzen und zwei weitere Forschungsgruppen in das gesamte System mit einzubinden. Durch die Mandantenfähigkeit ließen sich separate Partitionen anlegen, wodurch eine Trennung der Daten und die separierte Nutzung der Laufwerke und Tapes gewährleistet ist.

Langfristige Open-Source-Strategie

Ein entscheidender Grund für die Nutzung der GRAU-DATA-Archiv-Software war neben den umfangreichen Funktionen die Portierung auf das Linux-Betriebssystem Debian sowie die Verfügbarkeit einer Open-Source-Variante mit nahezu gleicher Funktionalität. Das Max-Planck-Institut setzt, wie die Mehrheit der weltweiten Forschungsinstitute, auf die Betriebssystem-Plattform Linux. GRAU DATA bietet mit „OpenArchive“ die weltweit einzige linuxbasierte, professionelle Archivsoftware auf Open-Source-Basis.

„Im ersten Schritt war der ArchiveManager das optimale Produkt für uns, um einen stabilen und performanten Betrieb zu gewährleisten. Langfristig werden wir eventuell auf die Open-Source-Variante von GRAU DATA umsteigen. Die Überlegungen zielen neben eventuellen Kosteneinsparungen für Lizenzen auch darauf, dass wir als Forschungsinstitut oftmals eigene Anwendungen gestalten und schreiben.

Diese lassen sich in einer durchgängigen Open-Source-Umgebung leichter über den offenen Code der Archivierungssoftware anbinden. Zum heutigen Zeitpunkt sind wir jedoch mit dem ArchiveManager hervorragend bedient. Die Software läuft absolut zuverlässig und lässt auch bei der Administration keine Wünsche offen“, kommentiert Jan Behrend das erfolgreiche Projekt.

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