Godesys-Umfrage: Benutzerfreundlichkeit lässt sehr zu wünschen übrig

Anwender klagen über Geschäftssoftware

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Weißt du wie das geht? Geschäftssoftware behindert die Anwender.
Weißt du wie das geht? Geschäftssoftware behindert die Anwender. (Bild: Paul-Georg Meister, pixelio.de)

Wer täglich mit ERP, CRM oder Warenwirtschaftssystem umzugehen hat, findet sich wohl von deren Herstellern missachtet. Sehr viele Benutzer bewerten die Bedienbarkeit ausgesprochen schlecht.

Während der diesjährigen CeBIT hatte der ERP-Anbieter Godesys mehr als 100 Besucher befragt, was sie denn von der Geschäftssoftware halten, mit der sie täglich umgehen. Das Ergebnis ist recht niederschmetternd. Godesys bemüht in einer Pressemitteilung zum Befund den Ausdruck „Verbesserungspotenzial“. Was als beschönigend erscheint.

Im allgemeinen Urteil „mittelmäßig“

Allgemein sind die Noten auf den ersten Blick ja noch ganz passabel. Fast jeder Zweite (49 Prozent) gab seiner Software eine Zwei. Mehr als 40 Prozent der Befragten benoteten ihre Lösung aber lediglich mit befriedigend oder schlechter. „Die gute Nachricht“, so Godesys: „Eine Sechs ist nicht dabei.“

„Usability“ ist ein besonders trendiges Marketing-Schlagwort der IT-Branche, aber genau bei diesem Thema fielen die Bewertungen übler aus. 26 Prozent der Befragten finden die Benutzeroberfläche unübersichtlich. Kaum weniger, nämlich 24 Prozent, finden sie langweilig. Wenn also genau die Hälfte der Anwender eine Software so bewerten, dürften Verbesserungen nicht nur potenziell drin sein.

Vier von fünf Anwendern sind unzufrieden

Aber es kommt noch dicker: Fast jeder fünfte Anwender (18,3 Prozent) bezeichnet sein System als nicht bedienerfreundlich. Jeder zehnte beurteilt es als „chaotisch“. Fast jeder Dritte hat also noch einmal negativere Ansichten. Insgesamt sind knapp vier von fünf Anwendern mit ihrer Geschäftssoftware unzufrieden. Nur 17 Prozent finden ihre Software effizient.

Gelernt, mit jedem Übel halt auskommen zu müssen?

Offenbar haben viele Anwender sich daran gewöhnt, mit der Crux zu leben. Denn nach ihren Wünschen befragt viele die Antworten weniger deutlich aus, so Godesys: „Einige sprechen sich für mehr Übersichtlichkeit und eine einheitliche Bedienstruktur aus.“ Ganz oben auf der Wunschliste stand bessere Anpassbarkeit. Godesys: „Andere Interviewte äußerten zudem, dass es gut wäre, wenn sich ihre Lösung einfacher und intuitiver bedienen lasse.“

Verbesserungsmöglichkeiten stecken darüber hinaus im Aspekt Mobilität. So wird Geschäftssoftware unverändert vorrangig am PC genutzt. 24 Prozent der Befragten greift allerdings zusätzlich auch zum Tablet, um aktuelle Zahlen einzusehen oder Dokumente mit anderen zu teilen.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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