Fehlerbehebung bei Mainframe-Anwendungen Abend-AID hilft bei der Fehleranalyse

Redakteur: Wilfried Platten

Die neue Version von Abend-AID besitzt erweiterte Analyse-Tools und soll Erfahrungsdefizite bei Entwicklern auffangen.

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Willkommen bei der Fehler-Analyse: Abend-AID Fault Analytics für z/OS und Unix in Verbindung mit DB2 oder SQL Server.
Willkommen bei der Fehler-Analyse: Abend-AID Fault Analytics für z/OS und Unix in Verbindung mit DB2 oder SQL Server.
(Bild: Compuware)

Die Mainframe-Welt ist gar nicht so langweilig grau und gediegen konservativ wie sie immer wieder geschildert wird. Beispiel? Motorsport-Fans kennen Compuware als Hauptsponsor knallgelber Corvettes bei GT-Rennen - wenn das nicht laut, schnell und bunt ist!

Guter Abend

Jüngste Neuerung im Mainframe-Portfolio ist die neue Version von Abend-AID, Compuwares Lösung zur Fehlerbehebung bei Mainframe-Anwendungen. Mit diesem Software-Produkt startete das Unternehmen im Jahre 1977.

Funktionales Highlight der Neuerungen ist „Advanced Analytics“, mit der Anwender qualifiziertere Berichte und Trendanalysen erstellen können. Die Anzahl der Fehler/Abbrüche pro Monat, pro Anwendung oder nach anderen Kriterien können gruppiert und besser erkannt werden. Mit dieser zusätzlichen Funktionalität kann festzustellt werden, ob sich die Anzahl der Fehler/Abbrüche erhöht oder verringert bzw. in welchen Bereichen/Lösungen die Fehler in welcher Anzahl auftreten.

Problembewußtsein

Für Herbert Gettert, Regional Sales Director Mainframe Central Europe von Compuware resultieren daraus Verbesserungen sowohl für die IT-, als auch für die Business- und Management-Ebene: „Priorisierung und Effizienz bestimmen den Alltag in IT-Abteilungen. Auf Basis der Analyse ist es für die IT leichter Projekte nach Häufigkeit und Schwere des Problems zu analysieren und Unternehmen können zielgerichteter planen. Beispielsweise hat die Behebung von Problemen in kritischen Anwendungen möglicherweise eine höhere Priorität als die Fehlerbehebung bei weniger genutzten Systemen.“

Nachwuchsprobleme

Abend-AID soll auch dabei helfen, den sich abzeichnenden Fachkräftemangel im Mainframe-Bereich aufzufangen. Erfahrene Spezialisten verabschieden sich sukzessive in den Ruhestand und offensichtlich ist das Thema bei Informatik-Studenten nicht sonderlich attraktiv.

Dieser Trend, sowie das Entwicklungs-Outsourcing für neue, meist web-basierende Anwendungen, bedeutet, dass Mitarbeiter vor neue Herausforderungen gestellt werden: Junior-Entwickler müssen an komplexen Anwendungen arbeiten, mit denen sie im Gegensatz zu den erfahrenen Ex-Kollegen nicht vertraut sind.

Deshalb ist der Einsatz unterstützender Werkzeuge sinnvoll. Abend-AID ermöglicht es beispielweise, Probleme auf die Codezeile genau zu bestimmen. Der Zeitaufwand für die Fehleranalyse kann dadurch drastisch reduziert werden. Laut Compuware ist der erzielte Nutzen umso größer, je unerfahrener der Entwickler ist.

Zusammenarbeit

Zur Fehleranalyse im Zusammenhang mit Daten kann die File-AID-Produktfamilie verwendet werden. Als Integrationsplattform fungiert die Developer Productive Suite mit der kostenfreien Compuware Workbench und GUI-Benutzeroberfläche.

Herbert Gettert sieht neue Herausforderungen auf den Mainframe zu kommen: „Die Anwendungen werden komplexer, kundenorientierter und plattformübergreifender genutzt. Mit der Notwendigkeit der 24/7-Verfügbarkeit ist es umso wichtiger, dass die Anwendungen jederzeit mit höchster Qualität zur Verfügung stehen. Geprüfte und getestete Lösungen sind erforderlich, um Fehler und Abbrüche zu vermeiden. Wir sehen mehr und mehr Kunden, die überlegen, wie sie die Bedürfnisse der wechselnden und wachsenden Unternehmens- und Kundenanforderungen erfüllen. Hierbei spielt das End-To-End Performance Management eine nicht unerhebliche Rolle. Für jedes Unternehmen ist Time-to-Market ein wichtiges Thema. Umso wichtiger ist es festzustellen, in welchem Bereich genau wie Mainframe, Server-Hardware, Datenbanken und Netzwerken Performance-Engpässe entstehen oder bestehen.“

Gerader Weg

Um diesen Anforderungen an den Mainframe gerecht zu werden, wurde die bestehende dynaTrace Purepath Technologie um die Mainframe-Komponente erweitert. Das bedeutet, das umfassendes APM (Application Performance Monitoring) zur Verfügung steht. Zudem wird eine steigende Anzahl von Anfragen von unterschiedlichen, teilweise mobile Endgeräten wie Smartphones oder Tablets aus auf den Mainframe gelangen. Dazu noch einmal Herbert Gettert: „Mittels der Purepath-Technologie können Transaktionen vom Endbenutzer bis in den Mainframe verfolgt werden und dort mit den bestehenden Mainfrane-Lösungen weiter analysiert und bearbeitet werden.“

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