Für Bastler und professionelle Anwender

45 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

| Autor: Sebastian Gerstl

Volumio: Ideal für Musik-Streaming

Volumio ist ein schlankes, leicht per Fernzugriff über Weboberfläche steuerbares OS, um den Raspberry Pi als dedizierten Musikspieler zu verwenden.
Volumio ist ein schlankes, leicht per Fernzugriff über Weboberfläche steuerbares OS, um den Raspberry Pi als dedizierten Musikspieler zu verwenden. (Bild: volumio.org)

Wer das Raspberry Pi als reines Audiosystem betreiben möchte, kann eines der oben erwähnten Max2Play-Plugins wählen. Alternativ stehen allerdings auch verschiedene kostenfreie Optionen offen. Einige Lösungen haben sich hier ob ihrer leichten Konfigurabilität und bewährten Anwendung besonders hervorgetan.

Bewährt hat sich insbesondere die OS-Lösung „Volumio“. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte, spezialisierte Raspbian-Variante, die den Musikserver mpd verwaltet und sich über ein Webinterface per Smartphone, Tablet oder PC fernsteuern lässt.

Die Einrichtung und das Einhängen von USB-Geräten wie etwa leistungsfähigeren Soundkarten oder einer NAS sind selbst für Laien angenehm unkompliziert. Zudem lassen sich Musik-Streaming-Dienste wie „Spotify“, aber auch eigene Musikstreams von der hauseigenen NAS einbinden.

Das Diskimage von „Volumio“ ist für verschiedene Einplatinenrechner vorhanden, darunter auch das Tinkerboard, verschiedene Odroid-Varianten, das „Beaglebone Black“ oder das x86-basierte „Udoo“, und seit Februar 2016 auch für die verschiedenen Raspberry-Pi-Modelle. Im Juni 2017 erschien eine für Raspberry Pi Boards optimierte Version 2.201 von Volumio, die zum Zeitpunkt dieses Artikels aktuellste Betriebssystemversion ist 2.555 vom 18. Februar 2019.

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moOde Audio Player

In früheren Versionen von Volumio hatten einige Anwender Stabilitätsschwierigkeiten, wenn es darum ging, WiFi-Lautsprecher oder externe Laufwerke in den Mediaplayer einzubinden. Zudem wirkt das Web-Interface mitunter recht spartanisch. Wer sich nach einer Alternative umsieht, kann es einmal mit dem „moOde Audio Player“ versuchen.

Das von Tim Curtis betriebene Open-Source-Projekt besitzt nicht nur eine angenehme, adaptive Optik, sondern überzeugt durch gute Tonqualität bei der Wiedergabe, die leichte Einbindung mehrerer unterschiedlicher Raspberry-Pi-Boards in ein Audio-Netzwerk und eine hohe Systemstabilität auch beim Betrieb mehrerer externer Geräte. Allerdings ist die Installation des moOde Audio Players vergleichsweise aufwändig.

Das liegt daran, dass dieses Free and Open Source Software (FOSS) System nicht als eigenständiges OS verfügbar ist, sondern auf der jeweils aktuellsten Lite-Variante von Raspbian aufsetzt. Es ist daher notwendig, erst eine SD-Karte mit der jeweils aktuellsten Version von Rasbian Lite zu bespielen und von dort gemäß der umfangreichen Anleitung die Installation der entsprechend neuesten Version einzuleiten (aktuell moOde Audio Player 4.4, Stand 11. Dezember 2018). Wer vor dem zusätzlichen Aufwand nicht zurückschreckt, dürfte an der deutlich größeren Funktionsvielfalt des moOde Audio Players Gefallen finden.

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