Für Bastler und professionelle Anwender

45 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

| Autor: Sebastian Gerstl

Arch Linux: Zuschneidbares OS für Fortgeschrittene und Profis

Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kenntnisse.
Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kenntnisse. (Bild: By Andrea `BaSh` Scarpino, via Wikimedia Commons)

Arch Linux ist bei vielen Hobby-Entwicklern in der Linux-Szene als flexibles, ressourcensparendes Betriebssystem beliebt. Schon seit den ersten Tagen des Raspberry Pi hat sich diese Linux-Variante daher als eine beliebte Variante als Raspberry Pi Betriebssystem etabliert.

Das liegt nicht nur an seinem hohen Grad an individueller Anpassbarkeit, sondern ebenfalls an dem Umstand, dass das OS auch in für ARMv6, ARMv7 und ARMv8-Architekturen optimierten Distributionen vorliegt – darunter auch speziell vorgefertigte Pakete für die ARMv6-, ARMv7- und ARMv8-basierten Varianten des Raspberry Pi. Das macht es es speziell für den Umgang mit dem Raspberry Pi und anderen artverwandten Single Board Computern gut geeignet, da es alle auf dem Markt verfügbaren Varianten – vom High-Ent Modell Raspberry Pi 3B+ bis zum leichtgewichtigen Raspberry Pi Zero W – unterstützt.

Im Laufe der Zeit wurde das Betriebssystem immer mehr für die Hardware des Einplatinenrechners optimiert: So unterstützt Arch Linux die Pi-Kamera-Schnittstelle und die GPOI-Pins.

Diese Linux-Variante lässt sich auch sehr stark auf individuelle Bedürfnisse anpassen, was sie gerade für viele Bastlerprojekte attraktiv macht. Arch Linux schöpft auch die Möglichkeiten der auf dem Leistungs-Zugpferd Raspberry Pi 3B+ eingesetzten ARMv8-Architektur vollumfänglich aus.

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Die große Flexibilität des Betriebssystems ist aber auch gleichzeitig eine der größten Hürden, denn Arch Linux ist alles andere als einsteigerfreundlich. Eine GUI ist nativ nicht vorhanden, das ressourcenarme OS bootet direkt in die Kommandozeile. Für die Bedienung wird bereits ein umfassendes Linux-Grundwissen vorausgesetzt: anders als Raspbian hält Arch Linux kein benutzerfreundliches Konfigurationsmenü bereit, alles muss von Hand eingerichtet werden.

Wer allerdings bereits mit den Feinheiten des Systems vertraut ist, für den ist Arch Linux sehr attraktiv: Es lässt sich gezielt nur auf die Funktionen, die auch wirklich für ein Projekt benötigt werden, zurechtstutzen, wodurch mehr Rechenleistung und Speicher für die eigentlichen Anwendungen bleiben.

Sebastian Gerstl
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