Von Schatten-IT bis hin zu komplexer Plattform-Integration

4 Low-Code-Mythen auf dem Prüfstand

| Redakteur: Stephan Augsten

Pegasystems will mit Vorurteilen gegenüber Low-Code aufräumen, mit dem Pega Infinity App Studio bietet das Unternehmen auch selbst eine solche Lösung an.
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Pegasystems will mit Vorurteilen gegenüber Low-Code aufräumen, mit dem Pega Infinity App Studio bietet das Unternehmen auch selbst eine solche Lösung an. (Bild: Pegasystems)

Low-Code Development soll Programmierer entlasten und nicht ersetzen. So entkräften Anbieter entsprechender Plattformen eines von vielen Vorurteilen gegenüber dem Low-Code-Konzept. Vier weitere Mythen hat sich Pegasystems angesehen.

Könnte die Adaption der Low-Code-Entwicklung weiter fortgeschritten sein, wenn nicht falsche Vorstellungen und Vorurteile kursierten? Das Unternehmen Pegasystems selbst glaubt fest daran, glaubt aber weiterhin an eine Low-Code-Revolution: Das Konzept biete „viele Vorteile wie die schnelle und flexible Erstellung oder Modifikation von Applikationen“.

Unternehmen aber würden mit Low-Code große Herausforderungen verbinden, die „in der Regel auf falsche Vorstellungen und Ängste zurückzuführen sind“. Pegasystems sieht vor allem vier Mythen, die eine stärkere Verbreitung von Low-Code-Lösungen verhindern.

Mythos 1: Schatten-IT und Kontrollverlust

Schatten-IT und Kontrollverslust sind Pegasystems zufolge kein Thema, im Gegenteil: Low Code gebe IT-Teams die Kontrolle zurück, da sie selbst die Low-Code-Plattform bereitstellen. Mittels Parametrisierung und Monitoring könnten sie sicherstellen, dass die durch die Fachabteilungen bereitgestellten Anwendungen richtlinienkonform sind. Außerdem würden Fachanwender auch nicht völlig auf eigene Faust Apps erstellen und bereitstellen, sondern bei der Integration und dem Testen weiterhin mit der IT zusammenarbeiten.

Mythos 2: Anwender sehen sich nicht als Entwickler

Die Zurückhaltung der Citizen Developer (Fachanwender und Nicht-Entwickler) führt Pegasystems darauf zurück, dass sie nicht wüssten, wie sie beginnen oder mit der Low-Code-Plattform umgehen sollen. Dabei reduziere Low-Code den Bedarf an technischem Know-how und ermögliche auch nicht-technischem Personal die Erstellung von Anwendungen, in die sie ihre fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit einbringen könnten.

Mythos 3: Low Code erfordert Neukodierung

IT-Teams haben laut Pegasystems oft Bedenken, dass die von Fachabteilungen entwickelten Anwendungen sich nur schwer in komplexe DevOps-Umgebungen einbinden lassen und letztlich neu kodiert werden müssen. Gerade bei der Umsetzung komplexer Funktionen könnten Fachabteilungen und DevOps-Teams aber effizient zusammenarbeiten und neue Anwendungen effektiv integrieren.

Mythos 4: Low-Code-Einführung ist kompliziert

Die Integration von Low-Code-Lösungen ist nicht so schwierig, wie sich manch einer das vorstellt. Als Anbieter entsprechender Lösungen und Dienstleistungen rät Pegasystems dazu, im Zweifel ein „Center of Excellence“ aufzubauen. Ein solches Experten-Team hilft dann bei der Umsetzung des Low-Code-Konzepts, so dass die interne IT sich beispielsweise auf die Erstellung schlüsselfertiger Richtlinien konzentrieren kann, die sich abteilungsübergreifend anwenden lassen.

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Naja, als Anbieter einer Low-Code Lösung ist ja die maximale Verbreitung viel wichtiger als die...  lesen
posted am 17.02.2019 um 12:57 von Guido Burch


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