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RZ-Strom aus erneuerbarer Energie? Geht doch. 100 Prozent grüner Strom für einige Interxion-Rechenzentren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Rechenzentren vom Co-Lolaction-Anbieter Interxion in Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien beziehen den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

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Offenbar fürchtet Interxion, Anbieter von Co-Location und Managed Services, keinen RZ-Ausfall durch grüne Strom-Ressourcen.
Offenbar fürchtet Interxion, Anbieter von Co-Location und Managed Services, keinen RZ-Ausfall durch grüne Strom-Ressourcen.

Mit mehr als 50 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen setzt Interxion einen Meilenstein für seine Rechenzentren. Denn seit diesem Monat bezieht der Anbieter von Carrier-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation über die Hälfte des Stroms, der den Kunden in den Interxion-Rechenzentren zur Verfügung gestellt wird, aus Solar-, Wind-, Geothermie-, Gezeiten- und Wasserkraftanlagen.

Während anderenorts noch über die möglichen Schwankungen in der Stromzufuhr aus nachhaltigen Stromquellen diskutiert wird, die insbesondere für Rechenzentren ein Risiko darstellten, steht den Interxion-Kunden jetzt Strom aus erneuerbaren Ressourcen in allen Ländern in Europa zur Verfügung, in denen das Unternehmen Rechenzentren betreibt.

Mit 28 Rechenzentren in elf europäischen Ländern betreut Interxion rund 1.200 Kunden. Durch den Zugang zu mehr als 400 Carriern und ISPs sowie 18 Internet-Austauschknoten bildet das Unternehmen Content- und Connectivity Hubs, welche die Etablierung von Ökosystemen für Branchen-Cluster nachhaltig fördern.

Grüner Strom ist Teil eines Gesamtkonzepts

Die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Ressourcen soll die Kohlendioxid-Emissionen senken und ist Teil einer ganzen Reihe von Energie-Effizienz-, Emissions- und Abfallreduzierungsinitiativen von Interxion. Das Unternehmen leistete nach eigenen Angaben Pionierarbeit bei der modularen Architektur von Rechenzentren, welche im Jahr 2000 entwickelt wurde und hat seither seine Effizienz (Power Usage Effectiveness) jährlich durch einen Mix aus Design, Beschaffung und operativen Maßnahmen reduziert.

Mit dem Einsatz von computergestützten Strömungssimulationen (Computational Fluid Dynamics), der Nutzung von Freikühlung und frequenzgesteuerter Pumpen (Variable Frequency Drives) als Standard sowie der Trennung von Kalt- und Warmluft in den Rechenzentren, können High-Density-Installationen effizienter betrieben werden.

Zur Minimierung der Energievergeudung werden, wo möglich, alternative Klimatisierungsquellen wie Meerwasser-Kühlung genutzt. Zudem setzt, sofern machbar, Interxion geschlossene Energie-Recyclingsysteme ein, bei denen die entstehende Hitze im Rechenzentrum an anderer Stelle verwendet wird.

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