Ausfallsicherheit, Datenspeicherung und Optimierungen konfigurieren

10 Aufgaben, die nach der Installation von Hyper-V notwendig sind

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Nach der Installation von Hyper-V auf einem Virtualisierungs-Host sollten einige Einstellungen vorzunehmen, um das System sicher und zuverlässig zu machen.
Nach der Installation von Hyper-V auf einem Virtualisierungs-Host sollten einige Einstellungen vorzunehmen, um das System sicher und zuverlässig zu machen. (Bild: Joos)

Administratoren, die auf einem Virtualisierungs-Host „Hyper-V“ installieren, sollten die zehn Tipps dieses Beitrags berücksichtigen, damit der Server optimal eingesetzt werden kann und bei einem Ausfall nicht gleich das ganze Netzwerk steht.

Nach der Installation von Hyper-V auf einem Virtualisierungs-Host sind einige Einstellungen vorzunehmen, um das System sicher und zuverlässig zu machen. Unbedingt durchgeführt werden sollten die hier gezeigten 10 Aktionen. In der Bildergalerie dieses Artikels zeigen wir die dazu notwendigen Schritte.

Wichtig sind vor allem das Festlegen der Speicherorte, Einstellungen bezüglich der Snapshots und einige weitere mehr. Natürlich ist die Konfiguration von Hyper-V mit diesen 10 Schritten nicht abgeschlossen, aber mit diesen zehn Schritten sind zumindest die wichtigsten Einstellungen erledigt.

Der Beitrag bezieht auch kleine Unternehmen in die Betrachtung ein, die mit der Virtualisierung beginnen und auf Hyper-V zur Verwaltung setzen. Auch in diesem Bereich spielt die Hochverfügbarkeit und Datensicherung eine wichtige Rolle. Wir zeigen daher kostenlose oder günstige Werkzeuge, deren Einsatz auch in kleinen Unternehmen sinnvoll ist.

Bessere Netzwerk- und Remoteverwaltung mit Hyper-V in Windows Server 2012 R2

Auch in kleinen Unternehmen sollten Administratoren darauf achten, dass die Hyper-V-Hosts mindestens über zwei Netzwerkkarten verfügen. Eine Netzwerkkarte wird für die Verwaltung verwendet, die andere für die virtuelle Switches, mit der die VMs mit dem Netzwerk kommunizieren. Diese kann zwar auch zur Verwaltung verwendet werden, allerdings ist es professioneller eine eigene Schnittstelle zu verwenden.

Die Verwaltung von Hyper-V-Host sollte am besten von Arbeitsstationen mit Windows 8.1 aus erfolgen. Microsoft stellt dazu die Remoteserver-Verwaltungs-Tools für Windows 8.1 zur Verfügung. Damit auf dem Server die Remoteverwaltung funktioniert, bietet Microsoft das Einrichtungs-Skript „HVRemote“ ebenfalls kostenlos an (siehe: Abbildung 7).

Datensicherung und Ausfallsicherheit beachten – Das geht auch kostenlos

In diesem Bereich spielt auch die Datensicherung der VMs und der Hosts eine wichtige Rolle. Unternehmen, die noch keine spezielle Datensicherung für virtuelle Umgebungen einsetzen, sollten sich die SoftwareVeeam Backup & Replication 8“ ansehen. Die Software ist eine der am meisten verbreiten Sicherungslösungen für Hyper-V und VMware. Das Produkt steht als Freeware zur Verfügung, aber auch als kommerzielles Produkt mit zahlreichen weiteren Features (siehe: Abbildung 1).

Veeam bietet noch ein weiteres Tool an, mit dem Administratoren die Leistung ihrer Hyper-V-Server im Auge behalten können. Veeam Task Manager for Hyper-V zeigt die aktuelle Auslastung der Hosts und der einzelnen VMs in einem übersichtlichen Fenster an. Das Tool sollte auf keinem Hyper-V-Host fehlen, der nicht ohnehin schon von professionellen Tools überwacht wird.

Es gibt für Hyper-V einige weitere kostenlose Überwachungstools, mit denen Unternehmen ihre Server besser im Blick behalten können. Die bekanntesten Tools sind:

Auch das Thema Ausfallsicherheit ist ein wichtiger Bereich in Hyper-V. Fällt der Hyper-V-Host aus, dann laufen natürlich auch alle virtuellen Server nicht mehr. Es ist daher sehr empfehlenswert, zumindest einen zweiten, kleineren Server im Netzwerk zu betreiben und die kostenlose Hyper-V-Replikation zu nutzen. Fällt der Haupt-Server aus, kann der zweite Server zumindest eingeschränkt die Funktionen der virtuellen Server übernehmen.

Die Hyper-V-Replikation wird auf den Hyper-V-Hosts in den Hyper-V-Einstellungen aktiviert (siehe: Abbildung 2). Danach lassen sich virtuelle Server zwischen Hyper-V-Hosts replizieren. Fällt der Host aus, kann der Ausfall-Host zumindest rudimentär die Server weiter zur Verfügung stellen. Die Einrichtung erfolgt über Assistenten.

Im YouTube-Kanal der deutschen Microsoft-Technet ist ein Film zu sehen, der die Einrichtung erklärt. Eine ausführliche Schritt für Schritt-Anleitung ist in der deutschen Microsoft-Technet zu finden.

Der Autor:

*Thomas Joos ist Autor zahlreicher Fachartikel und Fachbücher und Blogger auf DataCenter-Insider.

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